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AfD...eine wirkliche Alternative!

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 14:47:

Um ehrlich zu sein, mache ich mir bei der AfD selbst keine Sorgen. Was mir allerdings sehr wohl Sorgen bereitet, ist die Richtung, welche die AfD einschlagen könnte, wenn sich die Wählerstruktur von rechtskonservativ und nationalliberal zu schlichtweg nationalistisch oder gar nationalsozialistisch hin verschiebt. Es ist schade, dass die SPD/Grünen/Piraten es nicht geschafft haben, eine realistische wirtschaftspolitische Alternative zur von der AfD vorgeschlagenen Auflösung der Eurozone zu entwickeln. Derzeit tummeln sich nämlich drei Lösungsvorschläge:

- Deutschland haftet für die Krisenstaaten mit, zahlt Dumping-Löhne und zwingt die Krisenstaaten ihren Sozialstaat auf neoliberales (deutsches) Wunschmaß zu reduzieren - CDU/CSU, FDP

- Die Eurozone wird aufgelöst, die EU zurückgebaut, keine Haftung für fremde Schulden und die Banken tragen ihre Schulden selber (und gehen daran pleite, was den Kollaps des Weltfinanzsystems nach sich zieht) - AfD, NPD

- Deutschland haftet für die Krisenstaaten teils mit, hebt deutsche Löhne an, reduziert Exporte, erhöht den durchschnittlichen Lebensstandard und senkt das Wettbewerbsgefälle, die Banken tragen einen Teil ihrer Verluste selber  - Die Linke

Die SPD und Grünen verteilen sich auf den ersten und dritten Vorschlag. Ich persönlich bin ja eher für den dritten Vorschlag...

Deine Meinung disharmoniert mit meinem Sinn für Logik.

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 14:48:

Das verrät uns eher etwas darüber, wer SAT 1. guckt...

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Doom5 (45)


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Am 08.06.2013 um 14:50:

Zitat (Arbraxan):

 

Das verrät uns eher etwas darüber, wer SAT 1. guckt...

Is nen Sender wie alle anderen auch

<p>Dank Goolive habe ich nu Anatidenphobie</p>

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 15:03:

Zitat (Doom5):

Is nen Sender wie alle anderen auch

Ja, und bekanntermaßen gucken ProSieben/Sat. 1-Zuschauer genauso häufig Arte, Phoenix und 3sat. Sat. 1 ist Fernsehen für Leute, die sich gerne fremdschämen.

Deine Meinung disharmoniert mit meinem Sinn für Logik.

Doom5 (45)


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Am 08.06.2013 um 15:07:

Zitat (Arbraxan):

 

Ja, und bekanntermaßen gucken ProSieben/Sat. 1-Zuschauer genauso häufig Arte, Phoenix und 3sat. Sat. 1 ist Fernsehen für Leute, die sich gerne fremdschämen.

Also irgendwie betietelst du grad alle die TV schauen irgendwie als öhm geistig nicht so vollwertig,kann das sein?

<p>Dank Goolive habe ich nu Anatidenphobie</p>

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 15:54:

Zitat (Doom5):

Also irgendwie betietelst du grad alle die TV schauen irgendwie als öhm geistig nicht so vollwertig,kann das sein?

Neenee, das ist ein Missverständnis. Von mir aus kann jeder schauen, was er/sie will, aber...öh... Bildungsfernsehen ist Sat. 1 im Vergleich zu Arte, Phoenix und 3sat dann wohl auch wieder nicht, nicht wahr?

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DC
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Am 08.06.2013 um 17:58:

Ist eh nicht repräsentativ.

Die Linke hatte da schon 80 %.

Ok, ist halbwegs im Rahmen - aber die SPD hatte schonmal was Zweistelliges da - das ist ja nun total unrealistisch.......

DC
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Am 08.06.2013 um 18:55:

Zitat (Arbraxan):

Um ehrlich zu sein, mache ich mir bei der AfD selbst keine Sorgen. Was mir allerdings sehr wohl Sorgen bereitet, ist die Richtung, welche die AfD einschlagen könnte, wenn sich die Wählerstruktur von rechtskonservativ und nationalliberal zu schlichtweg nationalistisch oder gar nationalsozialistisch hin verschiebt. Es ist schade, dass die SPD/Grünen/Piraten es nicht geschafft haben, eine realistische wirtschaftspolitische Alternative zur von der AfD vorgeschlagenen Auflösung der Eurozone zu entwickeln. Derzeit tummeln sich nämlich drei Lösungsvorschläge:

- Deutschland haftet für die Krisenstaaten mit, zahlt Dumping-Löhne und zwingt die Krisenstaaten ihren Sozialstaat auf neoliberales (deutsches) Wunschmaß zu reduzieren - CDU/CSU, FDP

- Die Eurozone wird aufgelöst, die EU zurückgebaut, keine Haftung für fremde Schulden und die Banken tragen ihre Schulden selber (und gehen daran pleite, was den Kollaps des Weltfinanzsystems nach sich zieht) - AfD, NPD

- Deutschland haftet für die Krisenstaaten teils mit, hebt deutsche Löhne an, reduziert Exporte, erhöht den durchschnittlichen Lebensstandard und senkt das Wettbewerbsgefälle, die Banken tragen einen Teil ihrer Verluste selber  - Die Linke

Die SPD und Grünen verteilen sich auf den ersten und dritten Vorschlag. Ich persönlich bin ja eher für den dritten Vorschlag...

Für den Dritten ist jeder, aber wie lange wurden alle auf halbwegs hoher Ebene sowas vorschlagenden Politiker als Kommunisten bezeichnet, als Wirtschaftsfeinde und Utopisten?

Einzelne Banken sollten ruhig pleitegehen. Wer ein Geschäft betreibt, geht eben Risiken ein, das schreiben sich doch alle Arbeitgeber, wenn sie über ein übersteigertes Sendungsbewußtsein verfügen - was oft der Fall ist - gern auf ihre Fahnen, sie seien bereit, Risiken zu tragen, aber wenn das kleinste an Rückschlag, das sie riskiert haben, mal eintritt und es gibt ein Quartal keine Dividende, dann muß der Staat her und man will von Risiken garnichts mehr wissen.

Unternehmensrisiken sind nur noch PR. Banken lassen sich hohes Risiko mit hohen Zinsen bezahlen, das muß reichen, wenn sie damit keinen Gewinn machen, weil die Schuldner nicht mehr können, sollten sich schlicht und einfach Pech gehabt haben.

Davon ab - in welchem Wirtschaftssystem auch immer man es beobachtet, es muß auch ein Mindestmaß an Homogenität der Vermögen geben, das ist was, das wirkllich dem Staat zufällt, daß er Entwicklungen, die das aus dem Sollbereich führen (ist der überhaupt in Sichtweite?), unterbindet und ihnen etwas entgegensetzt. Ein langfristig stabiles System muß bei solchen Parametern zuerst stabil sein. Ein primär an Stabilität orientiertes Wirtschaftssystem zu entwickeln, inklusive einem möglichst stetigen Weg dahin, wird ja nicht unmenschlich sein oder übernatürliche Intelligenz fordern?

Wenn man das Figuren wie der AfD überläßt, deren Protagonisten benannte Ideen haben, wer so alles wählen dürfte und so weiter... Dann ist die Watschn für Rotgrün bei der Wahl angemessen, aber leider bedeutet das ja, daß es ne große Koalition oder, fast genauso schlimm, wieder Schwarzgelb, gibt. Die AfD erhöht höchstens die Wahrscheilichkeit einer großen Koalition durch Erschwerung des Mehrheitbekommens, da sie niemand in einer Koalition haben will.

Die Merkel wird lieber mit den Sozen Kanzlerin bleiben als mit denen.

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 20:33:

Zitat (DC):

Einzelne Banken sollten ruhig pleitegehen. Wer ein Geschäft betreibt, geht eben Risiken ein, das schreiben sich doch alle Arbeitgeber, wenn sie über ein übersteigertes Sendungsbewußtsein verfügen - was oft der Fall ist - gern auf ihre Fahnen, sie seien bereit, Risiken zu tragen, aber wenn das kleinste an Rückschlag, das sie riskiert haben, mal eintritt und es gibt ein Quartal keine Dividende, dann muß der Staat her und man will von Risiken garnichts mehr wissen.

Das Problem des derzeitigen Finanzsystems ist nur, dass "einzelne Bank geht ruhig pleite" nicht funktioniert, da die Banken finanziell sehr stark vernetzt sind. Banken sind darauf angewiesen, dass sie sich zu niedrigen Zinsen von anderen Banken kurzfristig Geld leihen können. Wenn der Staat jedoch Banken pleite gehen lässt, kommt der Interbankenleihverkehr zum Erliegen, da keine Bank sicher sein kann, dass wenn sie der anderen Bank Geld leiht sie dieses Geld auch zurückbekommt. Die Konsequenz ist, dass sogar finanziell gesunde Banken Insolvenz anmelden müssen, weil es zu einem Liquiditätsengpass kommt. Dieses Szenario hatten wir bereits 2008/2009 und nur ein Irrer kann sich eine Wiederholung dessen wünschen. In Deutschland gibt es derzeit zwei Banken, welche eine derartige "Systemrelevanz" aufweisen, die Deutsche Bank und die Commerzbank. Für dieses Problem gibt es zwei Lösungen: (a) die Systemrelevanz abbauen und (b) das Bankwesen stärker regulieren, z.B. indem man die Eigenkapitalquote erhöht. Derzeit ist dieser Lösungsprozess jedoch noch nicht abgeschlossen (vermutlich 2014/2015).

Prinzipiell stimme ich Dir jedoch zu, ein Unternehmer muss den Verlust tragen, nicht die Allgemeinheit.

Zitat (DC):

Unternehmensrisiken sind nur noch PR. Banken lassen sich hohes Risiko mit hohen Zinsen bezahlen, das muß reichen, wenn sie damit keinen Gewinn machen, weil die Schuldner nicht mehr können, sollten sich schlicht und einfach Pech gehabt haben.

Das Problem ist, dass sich Banken mit den Zinsen nur gegen Marktrisiken absichern, teils auch weil zumindest die größten Banken davon ausgehen, dass der Staat sie wegen Systemrelevanz retten wird. Die Frage ist, wer am Ende wirklich Pech gehabt haben wird - eher Bankenvorstände mit mehreren Dutzend Milliarden auf dem Konto oder die Allgemeinheit? Diese würde nämlich durch einen Zusammenbruch der Realwirtschaft - keine moderne Volkswirtschaft kann ohne einen funktionierenden Finanzsektor arbeiten - vermutlich deutlich mehr leiden als jene Vorstände.

Zitat (DC):

Davon ab - in welchem Wirtschaftssystem auch immer man es beobachtet, es muß auch ein Mindestmaß an Homogenität der Vermögen geben, das ist was, das wirkllich dem Staat zufällt, daß er Entwicklungen, die das aus dem Sollbereich führen (ist der überhaupt in Sichtweite?), unterbindet und ihnen etwas entgegensetzt. Ein langfristig stabiles System muß bei solchen Parametern zuerst stabil sein. Ein primär an Stabilität orientiertes Wirtschaftssystem zu entwickeln, inklusive einem möglichst stetigen Weg dahin, wird ja nicht unmenschlich sein oder übernatürliche Intelligenz fordern?

Ich stimme Dir bezüglich der Vermögensverteilung zu, allerdings ist dies derzeit anscheinend politisch nicht durchsetzbar. Um ehrlich zu sein, ist das gegenwärtige marktwirtschaftliche Modell langfristig sehr stabil: Die Häuserblase in den USA hat sich von selber korrigiert und ist geplatzt, die Preise sind (drastisch) gesunken; die europäische Peripherie hat sich übermäßig verschuldet, die Risikozinsen sind deutlich gestiegen. Das zentrale Problem ist eher, dass dieses System für die Marktwirtschaft als Ganzes stabil ist, nicht für den Menschen als Individuum oder einen Familienhaushalt. Die Problematik wird auch dadurch erschwert, dass eine gesellschaftliche Einigung darauf, was denn nun jenes Mindestmaß an Vermögenshomogenität sein soll, zumindest mir nicht in Sicht erscheint. Volkswirtschaftlich stehen die Mittel hierfür jedoch eindeutig auf dem Tisch: Nachfrage- und angebotsorientierte Wirtschaftspolitik zur Belebung und Stabilisierung von Konjunkturzyklen, 100% Erbsteuer zur Homogenisierung der Startchancen und eine deutliche Erhöhung der öffentlichen Investitionen in Bildung.

Zitat (DC):

Wenn man das Figuren wie der AfD überläßt, deren Protagonisten benannte Ideen haben, wer so alles wählen dürfte und so weiter... Dann ist die Watschn für Rotgrün bei der Wahl angemessen, aber leider bedeutet das ja, daß es ne große Koalition oder, fast genauso schlimm, wieder Schwarzgelb, gibt. Die AfD erhöht höchstens die Wahrscheilichkeit einer großen Koalition durch Erschwerung des Mehrheitbekommens, da sie niemand in einer Koalition haben will.

Die Merkel wird lieber mit den Sozen Kanzlerin bleiben als mit denen.

Also derzeit kommt Rot-Grün auf 47% (29%+13%/89%). Wenn die SPD nun endlich mal über ihren Schatten springen würde und vernünftige Gespräche mit den Realos in der Linken anfangen würde...

Deine Meinung disharmoniert mit meinem Sinn für Logik.

DC
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Am 08.06.2013 um 21:05:

Wirtschaft ist ein Mittel zum Zweck.

Finanzwirtschaft ist ein Mittel zum Zweck der Realwirtschaft. Die hat sich einfach unterzuordnen und darf dann gern an Symbiosen profitieren.

Systemrelevanz, ja, das ist ein Problem - so groß darf einfach kein einzelnes Unternehmen sein. Wenn BMW pleitegeht, werden weiterhin PKW, Mopeds, Lokomotivenmotoren und so gebaut, es ist im Prinzip höchstens ärgerlich, wenn man einen BMW haben wollte, aber stattdessen einen Mercedes kaufen muß, den man nicht so gern haben wollte, aber wirklich katastrophal ist das auch nicht.

Es kann nicht zum Geschäftsmodell dazugehören, daß man sich auf den einspringenden Staat verläßt und deswegen keinen Druck mehr hat, wirklich vernünftig zu agieren, sone Vollkaskomentalität für glücksspielsüchtige Investmentbanker geht einfach nicht - die bekommen ein Gehalt, sollen sie doch inne Spielbank gehen, evtl können sie am Pokertisch auch ihr Bedürfnis nach Poserei stillen, oder was man sonst so macht, während man dieses Idiotenspiel spielt, wie auch immer - dafür haben die ihre Freizeit.

Wenn Banken sich gegenseitig generell nur Geld leihen, weil immer der Bürge Staat im Hintergrund auf Standby läuft, ist das System an sich wohl nicht besonders gut - die müssen eben auch Druck haben, ihre Liquidität sicherzustellen und nachweisen zu können. Ich bekomme ja auch keine Kredite und verweise einfach auf den Staat mit ner Generalbürgschaft für alle Deutschen oder so...

Wenn Firmen, die echte Produktivität besitzen, pleitegehen dürfen, kann man nicht den Finanzsektor davor schützen, der bei sowas höchstens die Rolle eines Vermittlers spielt, der überhaupt keine eigene Produktivität besitzt, die sollten im Gegenteil höchstens soviel profitieren dürfen, wie ihre Vermittlerei zur Steigerung der Produktivität beizutragen fähig ist.

Einigkeit über die Vermögenshomogenität brauchen wir nicht, das müßte sich irgendwie zumindest grob mathematisch ermitteln lassen und daß eine höhere Homogenität bzw ein höheres Minimum weniger negativer Konsequenzen hat als die andere Richtung reicht an sich auch aus, da immer in diese Richtung zu entscheiden.

... aber solange man billig "Euro raus!" schreiben kann und sich damit alternativ vorkommt, solange ist man wohl auch ein Öko, wenn man einmal Ethanol in seinen Hummer getankt hat...

Arbraxan (23)


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Am 08.06.2013 um 21:18:

Zitat (DC):

Für den Dritten ist jeder, aber wie lange wurden alle auf halbwegs hoher Ebene sowas vorschlagenden Politiker als Kommunisten bezeichnet, als Wirtschaftsfeinde und Utopisten?

Für den dritten Lösungsvorschlag ist interessanterweise eben nicht jeder. Er würde maßgeblich zu Lasten der deutschen Unternehmensbesitzer gehen, aber den Europäern - inklusive der Deutschen! - nützen. Viele scheinen jedoch diese seltsame Mentalität zu haben, dass die Menschen in den Krisenländern Europas für ihre "Sünden" "büssen" müssen. Nun, wenn ich mir Jugendarbeitlosigkeit - Jugend, d.h. Menschen die nichts für die Maßlosigkeit ihrer Eltern können - von 50% und Kaufkraftskürzungen von 25% anschaue, denke ich, dass genug gebüsst wurde.

Deine Meinung disharmoniert mit meinem Sinn für Logik.

DC
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Am 08.06.2013 um 22:14:

Zitat (Arbraxan):

Für den dritten Lösungsvorschlag ist interessanterweise eben nicht jeder. Er würde maßgeblich zu Lasten der deutschen Unternehmensbesitzer gehen, aber den Europäern - inklusive der Deutschen! - nützen. Viele scheinen jedoch diese seltsame Mentalität zu haben, dass die Menschen in den Krisenländern Europas für ihre "Sünden" "büssen" müssen. Nun, wenn ich mir Jugendarbeitlosigkeit - Jugend, d.h. Menschen die nichts für die Maßlosigkeit ihrer Eltern können - von 50% und Kaufkraftskürzungen von 25% anschaue, denke ich, dass genug gebüsst wurde.

Ne, jeder nicht. Aber die Mehrheit ist es schon aus eigenem Interesse.

Langfristig sollten auch Unternehmen nicht unbedingt was gegen einen Binnenmarkt haben, oder genau sone Verhältnisse hier haben wollen...

andi (35)


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Am 09.06.2013 um 02:01:

Zitat (Arbraxan):

 

Das verrät uns eher etwas darüber, wer SAT 1. guckt...

Das verrät uns vor allem erst mal was darüber, welche Wähler man mit kostenpflichtigen Hotlines dran kriegen kann. 

DC
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Am 09.06.2013 um 02:07:

Am Geilsten find ich, daß bei sowas auch welche für "Weiß nicht" oder "Ist mir egal" anrufen.

, ja, also man zahlt dafür, in einer Statistik aufzutauchen, die nicht annähernd repräsentativ ist, in der man anonym und ohne Angabe von Gründen mitteilt, daß einem was egal ist.

Sinnvoll, muß man gestehen...

andi (35)


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Am 09.06.2013 um 02:18:

Zitat (DC):

Es kann nicht zum Geschäftsmodell dazugehören, daß man sich auf den einspringenden Staat verläßt und deswegen keinen Druck mehr hat, wirklich vernünftig zu agieren, sone Vollkaskomentalität für glücksspielsüchtige Investmentbanker geht einfach nicht - die bekommen ein Gehalt, sollen sie doch inne Spielbank gehen, evtl können sie am Pokertisch auch ihr Bedürfnis nach Poserei stillen, oder was man sonst so macht, während man dieses Idiotenspiel spielt, wie auch immer - dafür haben die ihre Freizeit.

So cool das auch klingt, glaube ich dennoch nicht, dass man Banker als süchtige Einarmbanditen-Bediener sehen sollte. Auf einer Meta-Ebene hast du natürlich recht, nur leider sind diese Typen auch nur Teil des Systems, was sie nicht in Gänze sehen und/oder begreifen. Der Banker kriegt Ziele vom Bankerchef und dieser Ziele vom Bankeroberchef. Und dieser von den Aktionären. Außerdem hat der CFO die Aufgabe, Steuertricks zu nutzen (alles für das Wohl der Aktionäre!) sonst geht er in den Bau. Kombiniert man nun die Effekte, gibt es eine Blase. Ich glaube weniger, dass es so richtig böse Banker gibt, die fies lachend im Büro sitzen und mit Dartpfeilen auf Dinge werfen, die Vollkasko haben.

Das erinnert total stark an ein Phänomen aus dem Tierreich. Es gab mal vor vielen Jahren eine Hirschart, die sich selbst ausgerottet hat. Die Hirsche mit den größten Geweihen waren für die Weibchen attraktiv und konnten sich paaren, darum wurden Geweihe immer größer und größer. Bis sie eines Tages so groß waren, dass der Hirsch damit nicht mehr durchs Unterholz kam und ausstarb. Den Hirschen hätte systemisch klar sein müssen, dass sie aussterben, aber da jeder seinem eigenen Trieb folgte.... 

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