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Burnout, Depression. Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft.

Thakoa (43)


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Am 28.07.2011 um 10:05:

Der Titel sagt es schon. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Krankheitsbild in eurem Freundeskreis oder der Familie?

Zahl von Burnout-Fällen steigt....

 

Und vor allem, was kann getan werden, um die Aktzeptanz dieser Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen?

 

Da ich nun selbst seit einigen Jahren an einer mittleren Depression leide, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Nichterkrankten (keine Ahnung wie ich da sonst nennen soll) extrem schwer fällt, sich in die Gefühlswelt eines Depressiven Menschen hinein zu versetzen.

 

 

Edit Iceblueeyes:Link klickbar gemacht

-------------------- Nachträglich editiert von Thakoa am 28.07.2011 10:31

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Nachträglich editiert von Iceblueeyes am 28.07.2011 11:27

Nemo me impune lacessit

Lena (27)


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Am 28.07.2011 um 10:09:

Ich denke eine Akzeptanz kann nur dann verbessert werden, wenn die Mode- und Selbstdiagnosen in dem Bereich aufhören. Burnout scheint das neue Ads zu sein. Wäre ich betroffen, würd ich das nicht raushauen. 

Du hast ein Recht auf Bildung - Nutze es!
Ärger dich nicht ständig über dein Leben - Du hast doch nur das eine.

Epitaph (27)


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Am 28.07.2011 um 10:12:

Schwierig. Es wird genauso gerne als Ausrede benutzt wie es wohl auch Tatsache ist. Die Ausreden reißen natürlich einiges ein, was für Betroffene sehr unschön ist.


Ein weiteres Problem ist eben, dass es noch erstaunlich viele Menschen gibt, die Psychologie im Allgemeinen für Quacksalberei halten - und entsprechende Krankheiten nicht ernst nehmen, oder geradezu so behandeln als wären sie ansteckend.

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Nachträglich editiert von Epitaph am 28.07.2011 10:13

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Nur gegrillte Fische schwimmen gegen den Strom
Mit SUP-kulturellem Gruß

Mark0510 (40)


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Am 28.07.2011 um 10:57:

Ich denke hier gibt es sicher auch eine nicht unerhebliche zahl derer, die mit der krankheit mitten unter uns leben und garnicht wissen das sie an den krankheiten leiden.  Depris, angsterkrankungen, burnout sind in den statistiken der krankenkassen auf dem vormarsch.

Gründe dafür kann sich jeder selbst abzählen wenn man sich unsere heutige ellenbogengesellschaft anschaut.

Thakoa (43)


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Am 29.07.2011 um 08:30:

Ist ja erdrückend die Resonanz. Na ja, Depression ist halt nicht Gesellschaftsfähig...

Nemo me impune lacessit

Luka007 (36)


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Am 29.07.2011 um 09:12:

Stimmt, Depression & Co ist überhaupt nicht gesellschaftsfähig. Psychische Krankheiten kann man nicht gipsen, schienen oder operieren. Sie sind nach außen nicht als Krankheit oder Gebrechen sichtbar. Sie werden oft ja sogar von Profis falsch eingeschätzt und behandelt. Noch immer haftet ein sehr schlechter Ruf diesem Bereich an. Wer dazu steht, gilt als Schwächling. Das passt natürlich so gar nicht in unsere egoistische, ignorante und starke Gesellschaft. Dazu kommt der fatale Verlauf der jahrzentelanger Falschbehandlung und -einschätzung. Nicht umsonst werden alle Kliniken Klapsen genannt. Owohl sich nun einiges auf dem Gebiet getan hat und Depressionen und Burnout auf dem Vormarsch sind, steckt es doch noch ziemlich in den Kinderschuhen.

Akzeptanz erhält man nur duch offene und tolerante Menschen. Oder durch die, die selbst solche Erfahrungen gemacht haben.

sweetnothing (53)


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Am 01.08.2011 um 21:33:

Zitat (Luka007):

Stimmt, Depression & Co ist überhaupt nicht gesellschaftsfähig. Psychische Krankheiten kann man nicht gipsen, schienen oder operieren. Sie sind nach außen nicht als Krankheit oder Gebrechen sichtbar. Sie werden oft ja sogar von Profis falsch eingeschätzt und behandelt. Noch immer haftet ein sehr schlechter Ruf diesem Bereich an. Wer dazu steht, gilt als Schwächling. Das passt natürlich so gar nicht in unsere egoistische, ignorante und starke Gesellschaft. Dazu kommt der fatale Verlauf der jahrzentelanger Falschbehandlung und -einschätzung. Nicht umsonst werden alle Kliniken Klapsen genannt. Owohl sich nun einiges auf dem Gebiet getan hat und Depressionen und Burnout auf dem Vormarsch sind, steckt es doch noch ziemlich in den Kinderschuhen.

Akzeptanz erhält man nur duch offene und tolerante Menschen. Oder durch die, die selbst solche Erfahrungen gemacht haben.

absolut. genau das was ich hätte schreiben wollen!

ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was ihr daraus lest

Iceblueeyes
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Am 01.08.2011 um 21:35:

Zitat (Luka007):

Stimmt, Depression & Co ist überhaupt nicht gesellschaftsfähig. Psychische Krankheiten kann man nicht gipsen, schienen oder operieren. Sie sind nach außen nicht als Krankheit oder Gebrechen sichtbar. Sie werden oft ja sogar von Profis falsch eingeschätzt und behandelt. Noch immer haftet ein sehr schlechter Ruf diesem Bereich an. Wer dazu steht, gilt als Schwächling. Das passt natürlich so gar nicht in unsere egoistische, ignorante und starke Gesellschaft. Dazu kommt der fatale Verlauf der jahrzentelanger Falschbehandlung und -einschätzung. Nicht umsonst werden alle Kliniken Klapsen genannt. Owohl sich nun einiges auf dem Gebiet getan hat und Depressionen und Burnout auf dem Vormarsch sind, steckt es doch noch ziemlich in den Kinderschuhen.

Akzeptanz erhält man nur duch offene und tolerante Menschen. Oder durch die, die selbst solche Erfahrungen gemacht haben.

Die Erfahrung mache ich auch immer wieder

BlondesJulchen (24)


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Am 01.08.2011 um 21:42:

Mit Depressionen ist es wie mit dem Borderline Syndrom. 

Jeder hat es angeblich und alle kennen die Wikipedia Symptome und haben sie auch. 

Dadurch werden leider alle "wirklich" Erkrankten in eine Schublade mit den Hypochondern gesteckt. 

Ich hatte selbst ein Jahr lang schwere Depressionen- vor 2-3 Jahren circa, Todesfälle in der Familie usw. 

Aber ganz ehrlich: Man muss es auch nicht jedem auf die Nase binden, wichtig ist- zu versuchen sich Hilfe zu holen und sich helfen zu lassen. 

Und um ehrlich zu sein: Nicht die Gesellschaft macht den Depressiven unbedingt bzw. größtenteils gesellschaftsunfähig. Nein dass sind die Betroffenen meist selbst da sie kaum noch einen Blick für die Gesellschaft an sich haben und sich meist sogar auch nur mit sich selbst und ihren Problemen auseinandersetzen. 

Man kann auch einem Depressiven nicht den "Missmutschleier" abnehmen. Auf Dauer gehts halt auch einfach auf die Nerven  

-------------------- Nachträglich editiert von BlondesJulchen am 01.08.2011 21:42

Luka007 (36)


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Am 02.08.2011 um 08:47:

Zitat (BlondesJulchen):

Mit Depressionen ist es wie mit dem Borderline Syndrom. 

Jeder hat es angeblich und alle kennen die Wikipedia Symptome und haben sie auch. 

Dadurch werden leider alle "wirklich" Erkrankten in eine Schublade mit den Hypochondern gesteckt. 

Ich hatte selbst ein Jahr lang schwere Depressionen- vor 2-3 Jahren circa, Todesfälle in der Familie usw. 

Aber ganz ehrlich: Man muss es auch nicht jedem auf die Nase binden, wichtig ist- zu versuchen sich Hilfe zu holen und sich helfen zu lassen. 

Und um ehrlich zu sein: Nicht die Gesellschaft macht den Depressiven unbedingt bzw. größtenteils gesellschaftsunfähig. Nein dass sind die Betroffenen meist selbst da sie kaum noch einen Blick für die Gesellschaft an sich haben und sich meist sogar auch nur mit sich selbst und ihren Problemen auseinandersetzen. 

Man kann auch einem Depressiven nicht den "Missmutschleier" abnehmen. Auf Dauer gehts halt auch einfach auf die Nerven  


Grundsätzlich gebe ich dir recht, dass es nicht nur an der Gesellschaft liegt. Doch ich finde, dass es eine Menge massive Ablehnung und Ignoranz gibt. Ich glaube, dass dabei Angst eine große Rolle spielt. Ich habe Menschen kennen gelernt, die von kompletter Ablehnung in aufmerksame und sensible Wahrnehmung umgeschwenkt sind, weil sie plötzlich selbst betroffen waren. Dabei finde ich es gar nicht so wichtig, sich auf den Missmut einzulassen oder davon nerven zu lassen.Es ist wichtig ein wenig Rücksicht zu nehmen. Es gibt einfach Dinge, die man einem psychisch kranken Menschen nicht so vor den Latz knallen kann. Es gibt "Spielregeln" dafür, wie überall im Leben. Allein die helfen schon sehr, wenn man denn von der Krankheit weiß.

sweetnothing (53)


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Am 02.08.2011 um 09:07:

Zitat (BlondesJulchen):

Mit Depressionen ist es wie mit dem Borderline Syndrom. 

Jeder hat es angeblich und alle kennen die Wikipedia Symptome und haben sie auch. 

Dadurch werden leider alle "wirklich" Erkrankten in eine Schublade mit den Hypochondern gesteckt. 

Ich hatte selbst ein Jahr lang schwere Depressionen- vor 2-3 Jahren circa, Todesfälle in der Familie usw. 

Aber ganz ehrlich: Man muss es auch nicht jedem auf die Nase binden, wichtig ist- zu versuchen sich Hilfe zu holen und sich helfen zu lassen. 

Und um ehrlich zu sein: Nicht die Gesellschaft macht den Depressiven unbedingt bzw. größtenteils gesellschaftsunfähig. Nein dass sind die Betroffenen meist selbst da sie kaum noch einen Blick für die Gesellschaft an sich haben und sich meist sogar auch nur mit sich selbst und ihren Problemen auseinandersetzen. 

Man kann auch einem Depressiven nicht den "Missmutschleier" abnehmen. Auf Dauer gehts halt auch einfach auf die Nerven  

Abnehmen kann man die Krankheit natürlich niemandem. Aber leider ist das "Hilfe holen" genau der Punkt, wozu ein depressiver Mensch oft nicht mehr selbst in der Lage ist. Zumindest von Angehörigen und sogenannten Freunden ist etwas Unterstützung in dieser Hinsicht angesagt - ebenso auch von Ärzten, die oft lieber weiter die psychosomatischen symptome behandeln ...

Und wenn du selbst betroffen warst, weißt du sicher auch, wie schwierig es ist und wie lange es dauert, zB einen Therapieplatz zu bekommen - und das IST ein gesellschaftliches Problem, weil keine Lobby für mehr Plätze eintritt!!

ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was ihr daraus lest

Gamble
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Am 02.08.2011 um 09:12:

Zitat (Lena):

Ich denke eine Akzeptanz kann nur dann verbessert werden, wenn die Mode- und Selbstdiagnosen in dem Bereich aufhören. Burnout scheint das neue Ads zu sein. Wäre ich betroffen, würd ich das nicht raushauen. 

vorallem gab es burnout doch schon immer es hat nur nen neuen namen bekommen damit es cooler klingt als "zu viel stress"

moonlight1966 (45)


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Am 02.08.2011 um 09:18:

Zitat (Gamble):

 

vorallem gab es burnout doch schon immer es hat nur nen neuen namen bekommen damit es cooler klingt als "zu viel stress"

genau das ist es.stress und sorgen und kummer gab es schon immer und wird es immer geben.man kann aber auch dagegen angehen,und muss sich nicht zurücklehnen und sagen so ich habe einen burn out.es ist eine absolute mode erscheinung

Gamble
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Am 02.08.2011 um 09:20:

Zitat (moonlight1966):

 

genau das ist es.stress und sorgen und kummer gab es schon immer und wird es immer geben.man kann aber auch dagegen angehen,und muss sich nicht zurücklehnen und sagen so ich habe einen burn out.es ist eine absolute mode erscheinung

darum frag ich mich ja grade auch wie denn bitte die zahl der burnout fälle steigen kann, wenn es das schon immer gab nur unter anderem namen?

 

augen auf beim eierkauf

moonlight1966 (45)


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Am 02.08.2011 um 09:23:

Zitat (Gamble):

 

darum frag ich mich ja grade auch wie denn bitte die zahl der burnout fälle steigen kann, wenn es das schon immer gab nur unter anderem namen?

 

augen auf beim eierkauf

weil sich viele leute wichtig machen wollen und bei jedem wehwehchen behaupten das sie am ende sind.früher haben die menschen mehr einstecken können und haben sich nicht so hängen lassen.

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