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Ire baut Haus aus 1,4 Milliarden Euro

Fußhupenfaqtor76
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Am 30.01.2012 um 13:26:

Der irische Künstler Frank Buckley lebt in einem Haus aus Geld. Insgesamt 1,4 Milliarden Euro war das Baumaterial einmal wert - Buckley selbst aber ist arm, ein Opfer der Finanz- und Immobilienkrise seines Heimatlandes. Jetzt halten ihn die vielen Euro-Scheine schön warm.

Dublin - Frank Buckleys Haus war einmal 1,4 Milliarden Euro wert - es dürfte damit die theoretisch wertvollste Privatresidenz des Planeten sein. Praktisch ist Buckleys Haus eine etwas windschiefe, düstere Höhle, die im Foyer eines ziemlich neuen, aber dennoch ungenutzten Bürogebäudes irgendwo in Dublin steht. Ungewöhnlich ist neben dem Standort vor allem das Baumaterial: Buckleys Häuschen besteht aus Geld. Aus 1,4 Milliarden Euro.

 

 

Alle Ziegel, mit denen das kleine Gebäude errichtet wurde, wurden aus Euro-Scheinen hergestellt. Nicht aus gültigen, versteht sich, der Künstler hat kein regelmäßiges Einkommen und wenig Geld. Das Baumaterial sind Ziegel aus geschredderten Banknoten, die der Bauherr von der Druckerei der irischen Zentralbank bekommen hat - leihweise. Jeder einzelne war einmal zwischen 40.000 und 50.000 Euro wert. Das Haus reflektiere "den ganzen Irrsinn, der uns befallen hat", sagt Buckley: "Die Leute haben Milliarden in Gebäude gesteckt, die heute nichts mehr wert sind. Ich wollte aus Nichts etwas erschaffen."

Irland ist seit 2007 zum Opfer einer hausgemachten Immobilienblase geworden. Die Probleme, die das Euro-Land mittlerweile hat, rühren nicht zuletzt von dieser Phase ungebremsten Baubooms her. Nur Hilfe aus Europa und vom Internationalen Währungsfonds konnte Irland vor dem Staatsbankrott retten.

"Isoliert hervorragend"

Buckley betrachtet sich selbst als Opfer der Finanzkrise. Mit seiner Fau zusammen hat er vor einigen Jahren ein Haus am Rande Dublins gekauft, zu 100 Prozent finanziert. Heute sei es nur noch ein Drittel des Kaufpreises wert, sagt er. Von seiner Frau lebt er mittlerweile getrennt. In seinem Geldhaus wäre für mehr als einen aber auch kaum Platz. Im Moment plant der Bauherr, sein Domizil um eine Küche zu erweitern. Derzeit besteht es nur aus einem Wohnzimmer und einem Flur. Die Toilette ist in einer offenen Nische untergebracht.

Schon seit dem 1. Dezember 2011 bewohnt Buckley sein etwas düster wirkendes Haus, zwölf Stunden am Tag arbeitet er daran. Die Wände sind dekoriert mit Kunstwerken aus Geld - Collagen aus Scheinen, das Bild eines irischen Häuschens aus Fünf-Pence-Münzen. "Es gibt Häuser hierzulande, die weniger wert sind", scherzt Buckley. Er hofft, dass Schulklassen vorbeikommen werden, um sich das Haus anzusehen, dass Vorträge in seinem Haus stattfinden werden, sagte er der "Irish Times": "Die Leute müssen lernen, was eine Währung eigentlich ist." Außerdem hofft er, ein paar seiner Geld-Kunstwerke zu verkaufen.

Warm ist das neue Haus aus Geldscheinen offenbar. Man könne über den Euro sagen, was man wolle, sagt Buckley, "jedenfalls isoliert er hervorragend."

cis/Reuters

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D3rMicha (25)


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Am 30.01.2012 um 14:00:

Welch Ironie - oder Dummheit, wie mans sehen will.

Viva la cucaracha!

Fußhupenfaqtor76
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Am 30.01.2012 um 14:03:

Zitat (D3rMicha):

Welch Ironie - oder Dummheit, wie mans sehen will.

Absolut.

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Am 30.01.2012 um 14:14:

naja, warum nich, is doch bloß kunststoff

hier zum vergleich eine million euro geschreddert:

 

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