|
|
Jeder Mitarbeiter ist ein Schatz oder auch die Angst vorm Burnout
|
Mic920 Direkt-Link |
Was treibt Personalabteilungen in diesem Jahr um? Die Angst vorm Burnout-Flächenbrand, hat Karriereberaterin Svenja Hofert beobachtet. Der Mitarbeiter als rohes Ei, mehr Vertrauen als Kontrolle - und plötzlich geben sich die harten Verhandler kuschelig. 2011 ging nichts ohne Burnout. Wen auch immer ich fragte, jeder stand mindestens kurz davor. In den Unternehmen stieg die Sorge vor der "Welle" im eigenen Unternehmen, und gegen Jahresende stellten viele Firmen die Gesundheit der Mitarbeiter auf die Tagesordnung. "Alle sind ratlos", sagt mein Kollege Thomas Hochgeschurtz, Führungskräftetrainer und ehemaliger Geschäftsführer des Tesa-Werks Offenburg. Und alle wollen handeln - nur wie? Dein Mitarbeiter, ein rohes Ei Unternehmen haben für 2012 aufgerüstet: Trainings zur Burnout-Prophylaxe sind gefragt wie nie, Burnout-Spezialisten haben Hochkonjunktur. Vorgesetzte werden, instruiert von der Firmenspitze, penibel darauf achten, was sie ihren Mitarbeitern zumuten können. Eine Mitarbeiterin, die mit der Diagnose Burnout einige Wochen ausgefallen war, behandelte die Abteilungsleitung bei der Rückkehr wie ein rohes Ei. "Mute dir nicht zu viel zu, nur langsam", sagte der Chef. So ging das fast ein Vierteljahr lang. Der Effekt: Die Mitarbeiterin litt schon bald an Unterforderung und langweilte sich. Noch allzu oft wird Burnout als zeitliche Überforderung fehlinterpretiert. "Die Ursache für die Burnout-Welle und auch andere Krankheiten ist doch in Wahrheit, dass Mitarbeitern immer weniger Autonomie zugestanden wird", sagt Hochgeschurtz. Durch die Trends der letzten Jahre, etwa durch Standardisierung und Prozessoptimierung, seien Mitarbeiter immer weniger motiviert: Ihnen bleibt schließlich wenig Entscheidungsfreiheit, sie müssen nur funktionieren. Das schlage sich in verschiedenen Krankheiten nieder, die Folge seien zum Beispiel Bandscheibenvorfälle - und bei Akademikern meist Burnout. Die große Freiheit bei der Arbeit Die wirksamste Maßnahme dagegen sind Freiräume. Denn nur Mitarbeiter, die für ihre Arbeit Verantwortung tragen, sind motivierte Mitarbeiter. Von hier ist es nicht weit bis zu einer Flexibilisierung der Arbeit. "Themen wie Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensurlaub sind 2012 auf Arbeitgeberseite sehr gefragt", weiß Hochgeschurtz. Bis hin zum ROWE, dem Results only Work Environment, ist es allerdings oft ein weiter Weg. In ROWE-Unternehmen kann jeder kommen und gehen, wann er möchte - entscheidend ist, dass vereinbarte Ergebnisse erreicht werden. Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensurlaub sind die Eckpunkte des ROWE. Der Mitarbeiter kann selbst entscheiden, wie viel er arbeitet und wann er Urlaub nimmt. Es gibt außerhalb der Ergebniskontrolle keinerlei andere Überprüfung. Denn längst ist unter Experten weithin akzeptiert, dass die Bezahlung auf Basis von Zeiteinsatz und Überstunden ein Motivationskiller ist. Dass immer mehr Unternehmen die Arbeit flexibilisieren, wurde schon 2011 deutlich. Mitarbeiter indes tasten sich nur langsam in Freiräume vor, die Unternehmen schaffen. Ein Hamburger Unternehmen gab in diesem Jahr die Devise aus, dass jeder Mitarbeiter Home-Office-Tage einlegen könne, wenn er das wolle. Mitarbeiter verrieten mir: Niemand nahm das in Anspruch. Zu groß war der Druck von den Vorgesetzten, die deutlich signalisierten, dass sie die von der Personalabteilung ausgegebene Richtlinie für nicht praktikabel hielten. Das Misstrauen ist berechtigt. Die meisten Veränderungen scheitern daran, dass die Führungskräfte sie nicht vorleben. Bleibt auch der Chef immer bis 22 Uhr im Büro, so wird sein ehrgeiziger Mitarbeiter sich kaum wagen, einen Tag zu Hause zu verbringen. Werden weiterhin diejenigen befördert, die abends am längsten bleiben, nimmt niemand die neue Unternehmenskultur mehr ernst. Charakter statt Eckdaten Flexibilisierung gegen Burnout - das ist der eine Trend. An noch einer anderen Stelle haben Unternehmen 2012 mehr Veränderungsdruck: beim demografischen Wandel. Selbst Markenunternehmen mit traditionell hohem Bewerberzulauf wie Bosch oder Audi klagen. Das führt zu einem langsamen Umdenken: Es wird deutlich, dass der hundertprozentige Bewerber mit dem Top-Fachprofil am Markt nicht vorhanden ist. So sind die Firmen gezwungen, die Persönlichkeit der Bewerber und Mitarbeiter mehr in den Mittelpunkt zu stellen - und Fachkenntnisse hintanzustellen. Denn die lassen sich durch Schulungen auch später noch entwickeln, Charakter und Persönlichkeit dagegen kaum. Vor wenigen Tagen bekam ich einen Anruf: Ein Unternehmen suchte eine Trainerin, die mit den Mitarbeitern erarbeiten sollte, in welche Bereiche und Funktionen sie aufgrund ihrer Persönlichkeit passen. Die Personalleiterin hatte festgestellt, dass viele nicht ihren Neigungen entsprechend arbeiten. Sie glaubt, dass sich durch einen anderen Einsatz und Wechsel innerhalb des Unternehmens Ressourcen besser nutzen lassen. Es wird immer wichtiger, die Wünsche des Mitarbeiters zu berücksichtigen. Um als guter Arbeitgeber in Erinnerung zu bleiben, tun Firmen Dinge, die früher undenkbar waren. Der Arbeitgeber eines meiner Kunden zum Beispiel wird 2012 die Kosten für dessen berufliche Neuorientierung tragen. Obwohl die Firma weiß, dass der Mann sich bei anderen Unternehmen umhören wird und sie damit einen etablierten Mitarbeiter verliert. Was sollten die Vorgesetzten auch machen? Burnout wäre schließlich die Alternative zum Bleiben gewesen - so jedenfalls sehen das immer mehr Chefs. Deutliche Zeichen einer Zeitenwende. Wie sieht das bei euch in der Firma zu dem Thema aus? Habt ihr von der Trendwende in eurem Arbeitsumfeld schon was mitbekommen bzw. in welche Richtung geht es bei euch im Unternehmen? Oder seid ihr vielleicht sogar betroffen? -------------------- Nachträglich editiert von Mic920 am 17.01.2012 22:03 Mic920 |
|
Themen: 0 |
Burnout ist leider zum flächenweiten Brand in den Unternehmen in Deutschland geworden und das liegt meines Erachtens daran, daß man heute viel zu viel von seinen Angestellten verlangt. Sie werden absolut überfordert und das muß man sehr ernst nehmen!
Mein Nickname ist nicht ohne Grund PROPHET! |
Themen: 1 |
Ein Burnout-Syndrom bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Man hat den Stressfaktor selbst in der Hand |
|
Themen: 0 |
Zitat (resorption):
Ein Burnout-Syndrom bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Man hat den Stressfaktor selbst in der Hand Da muß ich Dir leider widersprechen, daß man das selbst in der Hand hat! Ich kenne so einige Menschen in meinem Umfeld, die nichts dafür können, Burnout bekommen zu haben. Das liegt einzig und allein an der harten und stressigen Arbeitswelt heute, die in vielen Unternehmen herrscht. Es leiden immer mehr Menschen darunter. Wir nennen es "modebewußt" Burnout-Syndrom, aber es ist im Grunde genommen eine Art der Depression und das sollten wir schon sehr ernst nehmen, als es nur damit ab zu tun, daß es jeder selbst in der Hand hat!
Mein Nickname ist nicht ohne Grund PROPHET! |
|
Themen: 218 |
Typische Beschwerden sind:
Die Bahn macht da viel was ich bis jetzt in diversen internen Zeitungen gefunden habe,genutzt habe ich es noch nicht da es mir gut geht,aber gut das die Hilfe nicht weit ist im DB Gesundheitszentrum Hannover Wenn Stiftung Warentest Vibratoren testet, ist dann Befriedigend besser als Gut ? |
|
Themen: 54 |
Zitat (Mic920):
Was treibt Personalabteilungen in diesem Jahr um? Die Angst vorm Burnout-Flächenbrand, hat Karriereberaterin Svenja Hofert beobachtet. Der Mitarbeiter als rohes Ei, mehr Vertrauen als Kontrolle - und plötzlich geben sich die harten Verhandler kuschelig. |
|
Mic920 Direkt-Link |
Zitat (resorption):
Ein Burnout-Syndrom bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Man hat den Stressfaktor selbst in der Hand Oft sieht es doch so aus das man mehrere Projekte aufs „Auge“ gedrückt bekommt die alle samt einen eng gestrickten Zeitplan haben. Es müssen Meilensteine eingehalten und Präsentiert werden, das Budget ist sehr eng gehalten und darf nicht gerissen werden, man „schlägt sich mit Zulieferern rum die ihren Zeitplan nicht halten können, usw, usw. Ich habe noch kein Projekt erlebt welches ohne Probleme und Schwierigkeiten lock3er vom Hocker über die Bühne gegangen ist. Man ist äußeren Einflüssen ausgesetzt die man nicht immer in der Hand hat und muss Rede und Antwort stehen wenn die Zeiten, das Budget nicht gehalten werden kann, die Qualität auf Anhieb nicht passt oder die Stückzahlen nicht stimmen. Sowas kann einen durchaus massiv unter Druck setzen und hat nichts mit der Koordination zu tun, mal abgesehen davon das man eben nicht immer alles in der Hand hat.
Mic920 |
|
Themen: 93 |
In Zusammenhang mit der Denunuzierung von ALG-II-Beziehern und der damit einhergehenden medialen Proaganda auch interessant das Thema. Schuffte bis zum Burn-Out ist doch besser als H-4... oder? Ach nee... die Schublade lassen wir heute besser zu^^ Zıpp ! |
|
Mic920 Direkt-Link |
Der Artikel (das es einer ist konnte sich wohl schon jeder denken) stammt aus dem Spiegel und wurde über unsere Konzernkommunikation verteilt. War das alles was du dazu zu sagen hast?
Mic920 |
|
Themen: 51 |
Zitat (Mic920):
Oft sieht es doch so aus das man mehrere Projekte aufs „Auge“ gedrückt bekommt die alle samt einen eng gestrickten Zeitplan haben. Es müssen Meilensteine eingehalten und Präsentiert werden, das Budget ist sehr eng gehalten und darf nicht gerissen werden, man „schlägt sich mit Zulieferern rum die ihren Zeitplan nicht halten können, usw, usw. sind ja nicht nur budget geschichten bei akademikern ... oft liegts auch einfach daran zumindest in der gastro (bin gelernte köchin) das das personal so knapp ist das derjenige der krank ist seine arbeit wenn er ausfällt anderen obendrauf packt... da herrscht dann nicht nur der druck des projekts oder der vom chef sondern auch ein riesen druck unter den kollegen die sich dann teilweise noch gegenseitig fertigmachen... das ende vom lied einer ist fertiger als der andere und der burnout geht durch den betrieb wie ne reihe dominosteine jeder stellt sich sein armutszeugniss selbst aus |
|
Themen: 0 |
Zitat (Mic920):
Der Artikel (das es einer ist konnte sich wohl schon jeder denken) stammt aus dem Spiegel und wurde über unsere Konzernkommunikation verteilt.
War das alles was du dazu zu sagen hast?
Wenn ich dazu mal etwas sagen darf, dann möchte ich für meinen Vorredner mal Partei ergreifen, den Du gerade ansatzweise konfrontierst. Allem erstmal vorweg stimme ich dem Artikel dieser Dame nicht zu und mein Vorredner anscheinend ebenfalls nicht. Das ist die Meinung einer Person, die offensichtlich Politik für die Geschäftsetagen diverser Unternehmen betreibt und es gibt einige Gegenmeinungen verschiedener Leute, welche ich dagegen halten kann. Ich denke mal, daß mein Vorredner das mit seiner Aussage meinte und sich dementsprechend "leider" nicht ganz professionell ausgedrückt hat!
Mein Nickname ist nicht ohne Grund PROPHET! |
|
Mic920 Direkt-Link |
Zitat (Tinsen):
In Zusammenhang mit der Denunuzierung von ALG-II-Beziehern und der damit einhergehenden medialen Proaganda auch interessant das Thema. Schuffte bis zum Burn-Out ist doch besser als H-4... oder? Ach nee... die Schublade lassen wir heute besser zu^^ Nun, ich kann mir durchaus vorstellen dass auch H4 Bezieher ein Burnout (wenn man es da so bezeichnet) bekommen kann. Der Umgang mit Ämtern, die „Jagd“ nach einem Job, die Absagen die man vielleicht bekommt, das alle über einen Kam scheren und was da nicht alles dranhängt kann sicherlich auch zu Depressionen bzw. zum Burnout führen. Auf jeden Fall dazu das man nach genügend Enttäuschungen und Fehlschlägen das „Handtuch“ wirft und resigniert oder versucht sich mit der Situation zu arrangieren.
Mic920 |
|
Themen: 0 |
Zitat (Tinsen):
In Zusammenhang mit der Denunuzierung von ALG-II-Beziehern und der damit einhergehenden medialen Proaganda auch interessant das Thema. Schuffte bis zum Burn-Out ist doch besser als H-4... oder? Ach nee... die Schublade lassen wir heute besser zu^^ Ich denke auch, daß wir dieses Thema jetzt nicht zusätzlich aufgreifen sollten, denn HartzIV hat im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom wenig gemein! Aber um etwas zu deiner Aussage entgegen zu richten. HartzIV ist absolut nicht schön, ja, das sehe ich genau so. Und durchgehend arbeitslos zu sein ist ebenso wenig schön. Aber an Burnout zu erkranken ist ebenfalls nicht das Wahre. Und wenn man mich persönlich vor eine Entscheidung stellen würde, welche ja niemals zutreffen kann und wird, würde ich mich für HartzIV entscheiden, da ich keine Lust habe, bis zum Umfallen (laut deiner Aussage) zu schuften, was einem eh keiner dankt und dann auch noch psychisch zu erkranken! Sorry, aber deine Aussage ist absolut sozial abfällig und nicht dem Thema entsprechend!
Mein Nickname ist nicht ohne Grund PROPHET! |
|
Themen: 54 |
Zitat (Mic920):
Der Artikel (das es einer ist konnte sich wohl schon jeder denken) stammt aus dem Spiegel und wurde über unsere Konzernkommunikation verteilt. War das alles was du dazu zu sagen hast? Naja, da nehmen wir uns irgendwie nix ;) Ich könnte vielleicht noch ein paar Fotos aus der GEO Wissen posten, da ging's auch grad drum... |
|
Mic920 Direkt-Link |
Zitat (Infinity23):
sind ja nicht nur budget geschichten bei akademikern ... oft liegts auch einfach daran zumindest in der gastro (bin gelernte köchin) das das personal so knapp ist das derjenige der krank ist seine arbeit wenn er ausfällt anderen obendrauf packt... da herrscht dann nicht nur der druck des projekts oder der vom chef sondern auch ein riesen druck unter den kollegen die sich dann teilweise noch gegenseitig fertigmachen... das ende vom lied einer ist fertiger als der andere und der burnout geht durch den betrieb wie ne reihe dominosteine Das stimmt, die Arbeit des Kollegen muss mitgemacht werden obwohl es personell eh schon an der unteren Grenze ist. In der Gastronomie stelle ich mir das eh sehr stressig vor, die Gäste sitzen draußen und warten auf ihr essen. Als Gast wird man schon nervös wenn die Bestellung mal etwas länger dauert und denkt sich was machen die in der Küche eigentlich.
Mic920 |
loyes (24): https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Y0ahMvhaGvw#!

!! Alles eine Frage der Koordination !!

