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Monaco-GP: Perez verunglückt schwer - Vettel holt Pole

Sonnenbankflavour07 (26)


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Am 28.05.2011 um 20:43:

Ein weiterer schwerer Crash im Qualifying zum Großen Preis von Monaco hat die Formel 1 geschockt. An gleicher Stelle wie Nico Rosberg am Vormittag im 3. Freien Training verunglückte Sauber-Neuling Sergio Perez schwer. Dabei geriet die sportliche Entscheidung und die erste Monaco-Pole von Weltmeister Sebastian Vettel fast zur Nebensache.

Es war 14:58 Uhr, da stockte den Formel-1-Fans in Monte Carlo und an den Fernsehschirmen zum zweiten Mal an diesem Tag der Atem; wie knapp 4 Stunden zuvor beim Horror-Crash von Rosberg. Der Verlauf beider Unfälle wirkte wie eine Kopie: Ausgangs des Tunnels, an der schnellsten Stelle des Stadtkurses, brach der Sauber von Perez plötzlich nach rechts aus, krachte seitlich in die Leitplanken und rutschte danach unkontrolliert mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hafenschikane. 

Der junge Mexikaner hatte jedoch weniger Glück als Rosberg: Perez schlug seitlich in den Beginn der Begrenzungsmauer hinter der Hafenschikane ein. Perez blieb nach dem Einschlag im Auto sitzen und gab auf Nachfrage seines Teams über Boxenfunk keine Antwort. Sofort unterbrach die Rennleitung das Qualifying. Zehn Minuten brauchten Sanitäter und Ärzte, um den 21-Jährigen verdeckt von Sichtschutz-Tüchern aus dem Cockpit zu bergen. Perez' Fahrer-Kollegen saßen währenddessen mit starren Blicken in der Box in ihren Autos und verfolgten die Bergung über TV-Schirme. Perez' Vater Antonio stand mit vors Gesicht geschlagenen Händen in der Sauber-Garage. 

Der schlimme Unfall weckte Erinnerungen an den schweren Crash von Karl Wendlinger vor 17 Jahren. Der Österreicher war damals an derselben Stelle in die Mauer gekracht und hatte danach wochenlang im Koma gelegen. Ein besonders schlimmes Deja-vu-Erlebnis muss dies für Teamchef Peter Sauber gewesen sein, denn auch Wendlinger war damals für den Rennstall des Schweizers gefahren. Nach bangen Minuten des Wartens gab das Team dann eine vorläufige Entwarnung: Perez sei ansprechbar, klage aber über starke Kopfschmerzen. Eine erste Untersuchung im Krankenhaus Princesse Grace ergab nach Mitteilung des Sauber-Teams, dass Perez glücklicherweise nur eine Gehirnerschütterung und eine Oberschenkelprellung erlitten habe. Angeblich hat Perez vom Krankenbett auch schon angekündigt, beim Rennen an den Start zu gehen, was jedoch kaum vorstellbar ist.

Vettel mit Streckenrekord zur Pole Position - Hamilton strafversetzt

Nach 20-minütiger Unterbrechung gab die Rennleitung die Strecke noch einmal für die verbleibenden 2:26 Minuten der Session frei. Die Entscheidung war da jedoch bereits zugunsten von Vettel gefallen. Keiner seiner Rivalen schaffte es mehr, die zuvor aufgestellte Bestzeit zu knacken: In 1:13,556 Minuten markierte der Weltmeister die schnellste Qualifying-Zeit, die jemals auf dem 3,340 Kilometer langen Stadtkurs gefahren wurde und verwies McLaren-Mann Jenson Button (+ 0,441 Sekunden) und seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber (+ 0,463) auf die Plätze.

Richtig freuen mochte sich Vettel angesichts der Geschehnisse jedoch nicht. "Am wichtigsten ist, dass Sergio okay ist. Wir wünschen ihm das Beste", sagte Vettel. "Das wirft natürlich einen Schatten auf das Ergebnis, wenn man sieht, dass ein Kollege so einen Unfall hat. Wir müssen aus der ganzen Situation lernen." Auch Button, der 2003 in einem BAR an gleicher Stelle schwer verunglückt war, und Monaco-Vorjahressieger Webber verwiesen darauf, dass Perez' Zustand am wichtigsten sei.

Auch dass Michael Schumacher (+ 1,126) als 5. hinter Ferrari-Star Fernando Alonso (+ 0,928) den besten Startplatz seit seinem Comeback 2010 schaffte, geriet zum Randthema. "In erster Linie habe ich gedacht, dass die FIA sich angestrengt hat, die ganzen Crashtests einzuführen. Die haben sich heute bezahlt gemacht", kommentierte Schumacher die Geschehnisse. "Früher wären andere Konsequenzen daraus entstanden." 

Der Perez-Unfall machte deutlich, wie viel Glück Teamkollege Rosberg am Vormittag hatte, als er die Begrenzungsmauer knapp verfehlte. "Das ist natürlich nicht ohne. Man springt förmlich mit Vollgas in den Bremsvorgang ein. Es scheint so zu sein, dass die Strecke da gefährlich ist", sagte Rosberg, der hinter dem zweiten Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Lewis Hamilton im zweiten McLaren Platz 8 erreichte. Da der Brite wegen Abkürzung einer Schikane um zwei Startplätze zurückversetzt wurde, geht Rosberg von Position 7 ins Rennen. Überraschend hatten die Mercedes-Mechaniker Rosbergs demolierten Silberpfeil doch bis zum Beginn des Qualifyings wieder repariert. "Es war eine Hammerleistung vom Team, das Auto wieder zusammenzubauen. Da war ja kein Rad mehr dran", lobte der 25-Jährige sein Team.

Enttäuschend verlief das Qualifying für Adrian Sutil und Nick Heidfeld. Für beide war nicht nur in Q2 Schluss, sie verloren zudem auch ihre Teamduelle. Heidfeld kam nicht über Platz 16 hinaus und büßte zudem 4 Zehntel auf seinen Lotus-Renault-Kollege Vitali Petrov ein, der auf Rang 11 landete. Sutil war 0,083 Sekunden langsamer als sein Stallgefährte Paul di Resta und muss eine Position hinter dem Neuling von Position 15 ins Rennen (Start 14:00 Uhr live bei sport.de und RTL) gehen. 

Für Timo Glock war das Qualifying wie immer nach den ersten 20 Minuten vorbei. Als 22. schaffte der Marrussia-Virgin-Pilot nicht die Qualifikation für Q2, war aber immerhin rund 8 Zehntel schneller als sein Markenkollege Jerome D’Ambrosio. Nicht nur deshalb war der 29-Jährige hochzufrieden. "Mein Auto war ziemlich gut und ich habe zwei extrem gute Runden zustande gebracht", freute sich Glock, dem am Ende nur ein Zehntel auf den vor ihm platzierten Toro-Rosso-Piloten Jaime Alguersuari fehlte. "Das war das geilste Qualfiying, das ich je in Monaco gefahren bin. Es hat extrem viel Spaß gemacht."

Den will Landsmann Vettel morgen im Rennen haben. Den Sieg beim Glamour-Grand-Prix im Fürstentum an der Côte d'Azur fehlt dem WM-Spitzenreiter noch in seiner Sammlung. WM-Rivale Hamilton erwartet einen sicheren Premierensieg des Champions. "Sebastian wird wegrennen mit dem Pokal, da habe ich kaum einen Zweifel", sagte der Brite. Vettel selbst wagt keine Prognose. "Das ist hier wie Casino. Es ist ein langes Rennen. Die Pole ist aber sehr wichtig", sagte der 23-Jährige, der durch die 20. Pole Position seiner Karriere in dieser Bestenliste in die Top Ten vorrückte.

 

Quelle

 

 


Schöne Frauen sind eine Weile gut, aber gute Frauen sind eine Leben lang schön !!!

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Am 28.05.2011 um 21:34:

Berufsrisiko

Sonnenbankflavour07 (26)


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Am 28.05.2011 um 21:39:

Zitat (510AAX4):

Berufsrisiko

Berufsrisiko hin oder her,trotzdem finde ich sowas krass.

Schöne Frauen sind eine Weile gut, aber gute Frauen sind eine Leben lang schön !!!

510AAX4
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Am 28.05.2011 um 21:55:

Zitat (Sonnenbankflavour07):

 

Berufsrisiko hin oder her,trotzdem finde ich sowas krass.

Ich finde Unfälle im öffentlichen Strassenverkehr an denen eigentlich unbeteiligte Personen Schaden erleiden wesentlich schlimmer, als einen Unfall in einem professionellem Rennen wo alle mit Hochleistungstechnik unterwegs sind - ergo Berufsrisiko ^^

Zitat (Zitat):

Eine erste Untersuchung im Krankenhaus Princesse Grace ergab nach Mitteilung des Sauber-Teams, dass Perez glücklicherweise nur eine Gehirnerschütterung und eine Oberschenkelprellung erlitten habe

... wohoooo ... und der Raum schreit Ole ;)

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