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Nach der Ausbildung selbständig machen!

Schmunzelmonster (20)


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Am 19.04.2011 um 18:22:

Hallo liebe gooliver,

ich beende nächstes Jahr im Sommer meine Ausbildung zur Steuerfachangestellten und möchte mich dann selbständig machen.

Von einem Existenzgründerzuschuss habe ich bereits gehört, für den werde ich mich wohl mit dem Arbeitsamt zusammen setzen müssen.

Aber was fallen generell für Kosten an?

Klar, Sachen wie Telefon, Software, Büromaterial, Stb-Kosten etc. kenne ich aus meinen Buchführungen - die kann ich einschätzen. Aber sonstige Kosten direkt im Zusammenhang mit der Gründung? Darlehensaufnahme für den Gesellschaftsanteil etc. Vielleicht kann mir jemand von euch ein paar mehr oder weniger konkrete Zahlen nennen, mit denen ich rechnen muss.

Zu so einem Seminar werde ich auch noch gehen. Dennoch wäre ich über ein paar Tipps und Informationen sehr glücklich.

Vielen Dank!

... Denk was du willst. ;-)

Gamble
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Am 19.04.2011 um 18:34:

was ist mit mitarbeitergehälter?

MrsHängetitte (18)


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Am 19.04.2011 um 18:38:

Die suche nach dem geigneten raum!Gegebenfalls anziegen in der zeitung,miete,kaution,Werbung,Steuerbe rater,Anwalt,etc

Die titte...

Schmunzelmonster (20)


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Am 19.04.2011 um 18:41:

Zitat (Gamble):

was ist mit mitarbeitergehälter?

 

Ggf. steigt meine Freundin mit in die Gesellschaft ein, dann wären wir zu zweit. Ansonsten bedarf mein Vorhaben keiner weiteren Angestellten (erstmals).

... Denk was du willst. ;-)

jul900
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Am 19.04.2011 um 18:41:

Stromkosten, Benzinkosten, Steuern (u.a. Gewerbesteuer), etc.

In welche Richtung soll denn deine Selbstständigkeit gehen?

Schmunzelmonster (20)


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Am 19.04.2011 um 18:44:

Zitat (jul900):

Stromkosten, Benzinkosten, Steuern (u.a. Gewerbesteuer), etc.

In welche Richtung soll denn deine Selbstständigkeit gehen?

 

Ich träume von einem "außergewöhnlichen" Schreibwarenladen + Bücher + typische Dekosachen. Irgendwie sowas in der Richtung. Aber definitiv mit Schreibwaren und Büchern.

... Denk was du willst. ;-)

Berlin030 (29)


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Am 19.04.2011 um 19:00:

Zitat (Schmunzelmonster):

Hallo liebe gooliver,

ich beende nächstes Jahr im Sommer meine Ausbildung zur Steuerfachangestellten und möchte mich dann selbständig machen.

Von einem Existenzgründerzuschuss habe ich bereits gehört, für den werde ich mich wohl mit dem Arbeitsamt zusammen setzen müssen.

Das wird aber wohl nicht so viel bei dir sein. "Damals" hat man ungefährt genauso viel Gründerzuschuss bekommen, wie man sonst ALG I erhalten hätte + Zuschuss zur Krankenkasse und sozialen Absicherung (ca. 300 €). Weiterhin musst du zur Beantragung mindestens ein Tag arbeitslos gemeldet sein. Mit dem Antrag musst du meist das Geschäftskonzept darlegen (Break-Even-Analyse, Businessplan, Finanzierung, GbR-Vertrag). Macht sich immer gut, wenn da die IHK das schon abgenickt hat.

Zitat (Schmunzelmonster):

Aber was fallen generell für Kosten an?

Klar, Sachen wie Telefon, Software, Büromaterial, Stb-Kosten etc. kenne ich aus meinen Buchführungen - die kann ich einschätzen. Aber sonstige Kosten direkt im Zusammenhang mit der Gründung? Darlehensaufnahme für den Gesellschaftsanteil etc. Vielleicht kann mir jemand von euch ein paar mehr oder weniger konkrete Zahlen nennen, mit denen ich rechnen muss.

Zu so einem Seminar werde ich auch noch gehen. Dennoch wäre ich über ein paar Tipps und Informationen sehr glücklich.

Vielen Dank!

Krankenkasse; man kann in der gesetzlichen bleiben und wird dann pauschal abgerechnet. Allerdings zahlt man dann ne Menge Holz und wird teilweise sogar schlechter behandelt als ein Hartz IV Empfänger (Härtefallregelung, Abrechnung durch den Arzt). Weiterhin wird immer das vorige Geschäftsjahr zur Beitragsbemessung rangezogen. Wer also in Jahr 1 richtig dick Kohle gemacht hat, muss in Jahr 2 mehr bezahlen... egal ob er in Jahr 2 genauso gut oder weniger verdient. Kosten liegen ungefähr bei 250 € ... kann an aber nicht unbedingt pauschalisieren, da Alter etc. auch ne Rolle spielen, wenn man sich doch privat Krankenversichert.

Gewerbesteuer, ggf. IHK-Beiträge (die melden sich schon bei dir), Berufsgenossenschaft falls Versicherungspflicht (gibt es aber noch kaum), GEZ, evtl. Gema (falls Musik abgespielt wird im Laden), Kreditkosten falls Finanzierung, Kontogebühren, Rentenvorsorge (sollte man unbedingt dran denken, sonst schiebt man es auf die lange Bank).

Wollte ihr wirklich gleich ne Gesellschaft gründen? [EDIT: bin gerade von ner GmbH ausgegangen, ne GbR ist natürlich auch eine Gesellschaft]. Ich würde erstmal ne GbR aufmachen. Da kannste im besten Fall mit ner Einnahmen-Überschuss-Rechnung arbeiten und sparst dir die Bilanzierung. Gesellschaften wie z.B. ne GmbH haben meines Wissens nach ne Mindesteinlage von 12.500 €. Bei ner GbR haftest du zwar selbst und bei ner GmbH "nur" die Gesellschaft mit dem Gesellschaftsvermögen, aber wenn du das finanzierst, dann wird die Bank dich sowieso in die Haftung nehmen. Bei ner GbR sollte man sich aber auch wirklich vertrauen können, da man auch für schuldhaftes Verhalten des anderen haftet.

So... jetzt fällt mir wirklich nichts mehr ein gerade.

Graf Zahl

P.S. Betriebshaftpflicht

-------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:03

-------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:06 -------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:17 -------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:22

Dummköpfe sind Denkerköpfen weit überlegen. Zahlenmäßig.

Schmunzelmonster (20)


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Am 19.04.2011 um 19:06:

Zitat (GrafZahl):

 

Das wird aber wohl nicht so viel bei dir sein. "Damals" hat man ungefährt genauso viel Gründerzuschuss bekommen, wie man sonst ALG I erhalten hätte + Zuschuss zur Krankenkasse und sozialen Absicherung (ca. 300 €). Weiterhin musst du zur Beantragung mindestens ein Tag arbeitslos gemeldet sein. Mit dem Antrag musst du meist das Geschäftskonzept darlegen (Break-Even-Analyse, Businessplan, Finanzierung, GbR-Vertrag). Macht sich immer gut, wenn da die IHK das schon abgenickt hat.

 

Krankenkasse; man kann in der gesetzlichen bleiben und wird dann pauschal abgerechnet. Allerdings zahlt man dann ne Menge Holz und wird teilweise sogar schlechter behandelt als ein Hartz IV Empfänger (Härtefallregelung, Abrechnung durch den Arzt). Weiterhin wird immer das vorige Geschäftsjahr zur Beitragsbemessung rangezogen. Wer also in Jahr 1 richtig dick Kohle gemacht hat, muss in Jahr 2 mehr bezahlen... egal ob er in Jahr 2 genauso gut oder weniger verdient. Kosten liegen ungefähr bei 250 € ... kann an aber nicht unbedingt pauschalisieren, da Alter etc. auch ne Rolle spielen, wenn man sich doch privat Krankenversichert.

Gewerbesteuer, ggf. IHK-Beiträge (die melden sich schon bei dir), Berufsgenossenschaft falls Pflichtversicherungspflicht (gibt es aber noch kaum), GEZ, evtl. Gema (falls Musik abgespielt wird im Laden), Kreditkosten falls Finanzierung, Kontogebühren, Rentenvorsorge (sollte man unbedingt dran denken, sonst schiebt man es auf die lange Bank)... äh... mehr fällt mir gerade nicht ein.

Graf Zahl

 

 

Puh... Da hat man ja doch ein wenig Angst, ob's die Geschäftsidee überhaupt bringt... Also was am Ende bei raus kommt. Nur aufm Zahnfleisch will ich ja auch nicht leben und Insolvenz anmelden erst recht nicht.

 

... Denk was du willst. ;-)

Berlin030 (29)


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Am 19.04.2011 um 19:12:

Zitat (Schmunzelmonster):

 

 

Puh... Da hat man ja doch ein wenig Angst, ob's die Geschäftsidee überhaupt bringt... Also was am Ende bei raus kommt. Nur aufm Zahnfleisch will ich ja auch nicht leben und Insolvenz anmelden erst recht nicht.

 

 

Habe noch ein paar Sachen ergänzt im Text eben...

Ob sich das Konzept "lohnt" siehst du anhand der Break-Even-Analyse. Die Zahlen sollten realistisch sein (Mietausgaben, Strom, etc.). Du solltest dort lieber ein wenig mehr, als zu wenig veranschlagen. Dann hast du die Kosten und kannst errechnen, wieviel du verdienen musst, damit du die Kosten auffangen kannst. Klar ist natürlich, dass du anfangs weit weniger einnimmst. Die Leute müssen den Laden erstmal kennenlernen... also rechne in den ersten Monaten mit Verlusten. Daher musst du bei der Finanzierung auch berücksichtigen, dass du ggf. ne zeitlang von der Investitionssumme leben musst, bis der Laden genug Umsatz abwirft. Wäre natürlich zu wünschen, dass der Laden vom ersten Tag an, dass erwirtschaftet was er soll.

Zur sozialen Absicherung hast du darum ja den Gründerzuschuss. Falls du noch keine eigene Wohnung und dergleichen hast, sind deine Privatausgaben ja überschaubar. Vielleicht verdienst du anfangs nur ein Taschengeld, aber das "kann" sich mit der Zeit ja verbessern.

Bedenke auch ggf. saisonale Einflüsse bei deinen Berechnungen. Du wirst vielleicht im Sommer (bzw. den Sommerferien) weit weniger verdienen als zu anderen Monaten. Diese "Verlustmonate" musst du auch mit einbeziehen, sprich du machst eine Jahresvorschau... besser gleich für 2 oder 3 Jahre. Dann siehst du wo sich das hinentwickeln kann.

Graf Zahl

-------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:13

-------------------- Nachträglich editiert von GrafZahl am 19.04.2011 19:20

Dummköpfe sind Denkerköpfen weit überlegen. Zahlenmäßig.

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