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Sterbebegleitung, Hospiz und Palliativ Station
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Hallo,ich wollte mal fragen wer in dem Bereich leider schon Erfahrungen machen musste und was an der Palliativ Station / Hospiz anders is als auf gewöhnlichen Stationen im KKH. Wie war das für euch jemanden in den Tot zu begleiten der euch nahe stand.. Wieviel Zeit hattet ihr noch mit der Person?
Und ich bitte alle Volldeppen sich in dem Thema mal nicht zu äußern,danke -------------------- Nachträglich editiert von Knusperschnitte am 06.04.2011 12:42 |
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Michelle91 Direkt-Link |
also meine schwester ist schwerbehindert ist 25jahre. gott sei dank mussten wir ihren tod noch nicht miterleben,aber man muss lernen sich damit auseinander zu setzen. es kann jeden tag soweit sein. wir waren früher viel in Hospizen und sehen auch jedes jahr beim seminar jemanden der sein geliebtes kind verloren hat. Dafür gibt es ja sowas damit man in ruhe von dem menschen verabschieden kann. die Hospize in Olpe und hamburg sind sehr schön auch die Räume wo man einen stillen moment mit dieser person haben kann. |
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Themen: 85 |
Das Krankenhaus ist meist an gewisse Regeln gebunden, es gibt nicht die Individualität die gewünscht ist. Das Ambiente ist ebenfalls nicht zu vergleichen. Für mich gehört das Sterben sozusagen zum Beruf dazu. Es ist ganz normaler Bestandteil des Lebens, nur wir verdrängen es zu oft. Hab mich heute erst mit einer Kundin darüber unterhalten. Ich finde Sterben von anderen in entsprechendem Alter oder nach einer schlimmen Krankheit nicht schlimm (= Normal, Erlösung). Was ich jedoch immer wieder erschreckend finde, wie Menschen aus dem Leben gerissen werden können. Entweder viel zu früh, auf bestialische Art oder einen langen Leidensweg ertragen müssen.
Ja... man könnte dazu viel schreiben, aber ich glaub ich lasse es lieber
Wäre das der Schlag meines Herzens |
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dennoch frage ich mich wo der unterschied zwischen pallitatiiv station und hospiz is,sind da so große unterschiede? |
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Themen: 85 |
Palliativstation: Arbeitet mit dem Hintergrund den Menschen vom Leiden zu befreien, so dass er in anderen Institutionen (zb Hospiz) oder zu Hause weiter versorgt werden kann. Der krankenhausübliche Satz muss bezahlt werden und es ist immer eine ärztliche Betreuung rund um die Uhr gegeben. Die Zeit kann sich über Monate und Jahre hinziehen. Im Notfall gibt es lebenserhaltende Maßnahmen.
Hospiz: Finanzierung durch die Krankenkasse, Pflegekasse und Eigenanteil. Ärztliche Betreuung durch den Hausarzt. Versorgung durch ein weites "Hospiz-Konzept". Betreuung ausschließlich in den letzten Wochen. Im Notfall gibt es keine Reanimation etc.
Wäre das der Schlag meines Herzens |
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Zitat (FusselFluse):
Palliativstation: Arbeitet mit dem Hintergrund den Menschen vom Leiden zu befreien, so dass er in anderen Institutionen (zb Hospiz) oder zu Hause weiter versorgt werden kann. Der krankenhausübliche Satz muss bezahlt werden und es ist immer eine ärztliche Betreuung rund um die Uhr gegeben. Die Zeit kann sich über Monate und Jahre hinziehen. Im Notfall gibt es lebenserhaltende Maßnahmen.
Hospiz: Finanzierung durch die Krankenkasse, Pflegekasse und Eigenanteil. Ärztliche Betreuung durch den Hausarzt. Versorgung durch ein weites "Hospiz-Konzept". Betreuung ausschließlich in den letzten Wochen. Im Notfall gibt es keine Reanimation etc.
aber die palliativ station kann doch aber auch als hospiz ersatz genommen werden oder |
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Hallo, Ich persönlich habe schlechte Erfahrungen mit einer solchen Einrichtung gemacht. Als mein Vater vor einigen Jahren zum sterben verurteilt war, haben meine Geschwister und ich uns für solch eine Einrichtung entschieden. Hätten wir vieleicht besser nicht gemacht. Ich möchte dies um Gotteswillen nicht verallgemeinern. Laut Ärzte hatte mein Vater noch zwischen 1 und 3 oder 4 Monate zu Leben. Nach 3 Wochen war es vorbei. Nachdem man ihm meinen erachtens nach zuviel Morfin verabreicht hat verlor er ein Teil seiner Sinne und konnte überhaubt nicht mehr sprechen. Wir konnten nur noch mit den Augen kommunitieren. Daraufhin wollten wir Ihn nach Hause schaffen. Das Personal wurde seit diesem Tag unfreundlich und gleichgültig. Mann hat uns über die konsiquensen aufgeklärt. Finanziel, psysische, transport usw. Nach ungefähr 2 Tagen haben wir uns dann doch entschlossen Ihn dort zu lassen. In der Zeit hat man sich überhaupt nicht um Ihn gekümmert. Man musste mehrere Male anklingen oder sogar nach den Pfleger suchen. Welcher dann auch kam aber schlecht gelaunt war. Nach dem alle erfahren hatten das mein Vatter doch bleibt wurde alles wieder freundlicher. Abgesehen davon verschwanden Sachen in seinem Zimmer was man leider nicht beweisen kann. Wir haben nichts gesagt aufgrund des Respekts gegenüber den sterbenden in der Institution. Mann hat uns abgeraten Ihm während des sterbens Wasser zu trinken zu geben und das war nicht leicht zu verkraften. Noch heute denke ich manchmal "Hätten wir Ihn besser Zu Hause sterben lassen". Denn das war eine Qual für meinen Vater und ein Alptraum für uns Kinder und meiner Mutter, mit dem wir bis heute Leben müssen. Tut mir Leid für dieses negative Urteil aber das musste und sollte ich mal los werden auch öffentlich, denn der Tod ist kein Tabutehma. Viele Grüsse |
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Themen: 63 |
Zitat (Knusperschnitte):
aber die palliativ station kann doch aber auch als hospiz ersatz genommen werden oder In einem Hozpiz fallen weniger Menschen auf eine Pflegekraft. Die Pflegekräfte haben so mehr Zeit, sich mit den Menschen und deren Angehörigen zu befassen. Darin sehe ich einen deutlichen Vorteil gegenüber der Palliativstation. Es kann mehr auf den Sterbenden und seine Ängste eingegangen werden, um ihm die letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen. Wenn ich nicht mehr schreibe, heißt dass nicht, dass Du mich tot diskutiert hast, sondern ehr, dass es mir zu blöd geworden ist... |
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Themen: 63 |
Zitat (hanni84):
Hallo, Ich persönlich habe schlechte Erfahrungen mit einer solchen Einrichtung gemacht. Als mein Vater vor einigen Jahren zum sterben verurteilt war, haben meine Geschwister und ich uns für solch eine Einrichtung entschieden. Hätten wir vieleicht besser nicht gemacht. Ich möchte dies um Gotteswillen nicht verallgemeinern. Laut Ärzte hatte mein Vater noch zwischen 1 und 3 oder 4 Monate zu Leben. Nach 3 Wochen war es vorbei. Nachdem man ihm meinen erachtens nach zuviel Morfin verabreicht hat verlor er ein Teil seiner Sinne und konnte überhaubt nicht mehr sprechen. Wir konnten nur noch mit den Augen kommunitieren. Daraufhin wollten wir Ihn nach Hause schaffen. Das Personal wurde seit diesem Tag unfreundlich und gleichgültig. Mann hat uns über die konsiquensen aufgeklärt. Finanziel, psysische, transport usw. Nach ungefähr 2 Tagen haben wir uns dann doch entschlossen Ihn dort zu lassen. In der Zeit hat man sich überhaupt nicht um Ihn gekümmert. Man musste mehrere Male anklingen oder sogar nach den Pfleger suchen. Welcher dann auch kam aber schlecht gelaunt war. Nach dem alle erfahren hatten das mein Vatter doch bleibt wurde alles wieder freundlicher. Abgesehen davon verschwanden Sachen in seinem Zimmer was man leider nicht beweisen kann. Wir haben nichts gesagt aufgrund des Respekts gegenüber den sterbenden in der Institution. Mann hat uns abgeraten Ihm während des sterbens Wasser zu trinken zu geben und das war nicht leicht zu verkraften. Noch heute denke ich manchmal "Hätten wir Ihn besser Zu Hause sterben lassen". Denn das war eine Qual für meinen Vater und ein Alptraum für uns Kinder und meiner Mutter, mit dem wir bis heute Leben müssen. Tut mir Leid für dieses negative Urteil aber das musste und sollte ich mal los werden auch öffentlich, denn der Tod ist kein Tabutehma. Viele Grüsse Schwarze Schafe gibt es leider überall und auch im Pflegebereich. Etwas in der Richtung hat mich damals veranlasst, meine Ausbildung nicht zu beenden. Aber ich kenne es auch so, wie es sein sollte und dann ist es eine wirkliche Erleichterung für den Sterbenden und seine Angehörigen. Wenn ich nicht mehr schreibe, heißt dass nicht, dass Du mich tot diskutiert hast, sondern ehr, dass es mir zu blöd geworden ist... |
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Wir haben das "mitgemacht" und es war eine gute, seelische Unterstützung in schweren zeiten und zudem half es, bei all dem Papierkram, Terminen etc, womit man sich in solchen Situationen ja nicht auch noch rumschlagen kann/möchte. Verbalerotisierender Visualerotiker |
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Hallo! Also ich habe und hatte viel mit Sterben und Tod zu tun. Ich denke,das ein Hospiz persönlicher als die Palliativstation ist. Es sind meistens kleinere Häuser und wesentlich individueller. Es ist eine gute Entlastung und auch seelische Unterstützung für die Angehörigen. Ich persönliche habe es in einer Patientenverfügung festgelegt,das ich,sollte es mal nötig werden,in ein Hospiz komme. Hoffentlich bleibt Tod und Sterben nicht weiter ein Tabuthema! -------------------- Nachträglich editiert von Dogma am 17.01.2012 18:09 Jeder Morgen ist ein neuer Anfang-jede Nacht ist eine neue Versuchung |
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Themen: 15 |
Meine Oma ist vor 2 Jahren im Altenheim verstorben, ich habe sie, soweit ich das mit meinem Kind geschafft habe, dabei begleitet. Das heißt das ich sie in den lezten 2 Wochen täglich mindestens einmal besucht habe, zum Schluß auch machmal zweimal. Am Nachmittag hatte ich meist meinen Sohn dabei ( er war damals 3 Jahre alt). Ich hab ihm alles genau erklärt, das die Oma alt und sehr krank ist und bald sterben wird, er durfte ihre Hand streicheln, was beide sehr genossen haben. Sie hat ihn sehr lieb gehabt und war glücklich ihn bis zum Schluß bei sich haben zu dürfen. Mein Sohn hat dadurch einen guten Umgang mit Sterben sowie dem Tod bekommen - Kinder gehen damit viel leichter um als wir Erwachsenen. Als mir eines Tages mein Vater entgegenkam, meinte er nur, sie macht die Augen nicht mehr auf und spricht nicht mehr. Kaum betraten wir das Zimmer, da gingen ihre Augen auf und sie sagte:" Tim ist da"! Durch die Nähe, das Heim ist bei uns im Ort, haben wir sie begleiten können. Es war wie ein letztes Geschenk was ich ihr machen durfte - ihr meine/ unsere Zeit schenken! Die Pflegekräfte im Heim konnte ich so ein wenig entlasten. Wir waren allerdings nie besonders lange da, mit Kind war ich im Höchstfall eine Stunde da. -------------------- Nachträglich editiert von christineeva am 17.01.2012 18:15 |
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Zitat (christineeva): Find ich gut Meine Oma ist vor 2 Jahren im Altenheim verstorben, ich habe sie, soweit ich das mit meinem Kind geschafft habe, dabei begleitet. Das heißt das ich sie in den lezten 2 Wochen täglich mindestens einmal besucht habe, zum Schluß auch machmal zweimal. Am Nachmittag hatte ich meist meinen Sohn dabei ( er war damals 3 Jahre alt). Ich hab ihm alles genau erklärt, das die Oma alt und sehr krank ist und bald sterben wird, er durfte ihre Hand streicheln, was beide sehr genossen haben. Sie hat ihn sehr lieb gehabt und war glücklich ihn bis zum Schluß bei sich haben zu dürfen. Mein Sohn hat dadurch einen guten Umgang mit Sterben sowie dem Tod bekommen - Kinder gehen damit viel leichter um als wir Erwachsenen. Als mir eines Tages mein Vater entgegenkam, meinte er nur, sie macht die Augen nicht mehr auf und spricht nicht mehr. Kaum betraten wir das Zimmer, da gingen ihre Augen auf und sie sagte:" Tim ist da"! Durch die Nähe, das Heim ist bei uns im Ort, haben wir sie begleiten können. Es war wie ein letztes Geschenk was ich ihr machen durfte - ihr meine/ unsere Zeit schenken! Die Pflegekräfte im Heim konnte ich so ein wenig entlasten. Wir waren allerdings nie besonders lange da, mit Kind war ich im Höchstfall eine Stunde da. Es ist schön, wenn Angehörige ihre Verwandten und Bekannten nicht allein lassen und da ist es egal wie lange ihr da wart. Hauptsache ihr wart da!
Schade ist es, dass ein Altenheim mittlerweile tatsächlich zum Sterben da ist, es aber kaum Ausgebildete in der Palliativmedizin gibt.
Wäre das der Schlag meines Herzens |
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Themen: 15 |
Zitat (FlusigeDistel):
Find ich gut
Schade ist es, dass ein Altenheim mittlerweile tatsächlich zum Sterben da ist, es aber kaum Ausgebildete in der Palliativmedizin gibt.
Schlimm fand ich bloß, das die Zimmergenossin meiner Oma das Sterben mitansehen musste! |
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Themen: 48 |
Der Tod ist mit Sicherheit kein schönes Thema. Viele ignorieren Ihn, bis zum Schluss.
Aber ich persönlich finde, da ich beide Varianten kennen gelernt habe das Hospiz angenehmer. Auch werden Wünsche der Sterbenden mehr berücksichtigt, da es meistens kleine Villen sind und somit die Bettenzahl begrenzt ist. Da sind immer zwei Plfeger für ein Patientgen da. Im Krankenhaus ist es umgekehrt.
Was mir sehr gefallen hat war die Betreuung der Angehörigen.
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Niko2 (22): Wuuuhhhh was geht ab ihr Azzlackz


Ein interessantes Thema.
Es ist schön, wenn Angehörige ihre Verwandten und Bekannten nicht allein lassen und da ist es egal wie lange ihr da wart. Hauptsache ihr wart da! 
