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Die Tür-zu-Tür-Geher vom Rettungsdienst...

SanDTiger (26)


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Am 20.12.2011 um 17:51:

Hallo Forum,

Ich hatte gerade eine Begegnung mit freundlichen Rettungsdienstmitarbeitern, die ich gern mit euch teilen möchte.

In unserem Mehrfamilienhaus mit 8 Mietparteien wohnt - direkt neben mir - eine alte Dame (sie ist über 100!), so dass ich ohnehin als Medizinalfachler immer bereit für den Notfall bin - sie würde am ehesten hier klopfen, ist ja direkt über den Flur. Ich rechne also immer mit dem Schlimmsten, wenn hier irgendwie die RTWs stehen.

Häufiger kommt es vor, dass hier Mitarbeiter des Rettungsdienstes klingeln und ohne Nennung ihres Auftrags (Kundenakquise!) Zutritt zum Haus verlangen. Samstag klingelten draußen zwei Mitarbeiter der Flugrettung. Über die Gegensprechanlage fragte ich, wer da sei, und die Antwort war nur "Rettungsdienst, lassen Sie uns mal rein, bitte!". Anstatt nach dem Auftrag zu fragen, öffne ich ohne Zögern die Haustür - denn es könnte ja ein Notfall mit der alten Dame vorliegen.

Wieder waren es zwei Herren, die um eine Spende bitten wollten.

Ich finde dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar. Logisch, die machen einen harten Job und haben große Probleme, die Kosten zu decken - das ist leider eine Tatsache im gegenwärtigen Gesundheitssystem in Deutschland.

Trotzdem suggeriert das besagte Auftreten einen nicht vorhandenen Notfall. Soll ich als Otto Normalbürger jetzt davon ausgehen, dass immer, wenn der RD bei uns klingelt, ich nach dem Auftrag fragen muss? Das kann im entscheidenden Moment wichtige Sekunden kosten. Gerade bei Schlaganfällen zählt doch jeder Moment!

Wie denkt ihr darüber? Vielleicht können sich auch die hiesigen Rettungsassistenten /-sanis zu Wort melden...

I reject your Realtiy and substitute my own. - Adam Savage

xXMrDeLuXeXx (24)


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Am 20.12.2011 um 18:08:

Find ich persönlich nicht O.K. sowas!

Meiner Auffassung nach, sollten die in der Stadt mit na Spendenaktion sowas machen, aber von Haus zu Haus zu gehen ohne den Grund vorher durchzugeben ist definitiv Fail!

Schließlich denkt doch jeder Bürger, wenn die sich durch die Sprechanlage zu erkennen geben, da ist was ernstes am Laufen! Und dann so dreist zu sein und um ne Spende zu betteln?! Denen würd ich einen vorpfeifen ^^.

 

Stell dir mal vor, die machen das noch um einiges öfters und die Bevölkerung gewöhnt sich daran, wie an einen Tür zu Tür Verkäufermenschen (oder wie der jetzt genau heisst) und öffnet dann schon aus Gewohnheit nichtmehr, weil man denkt die geben grad keinen Grund preis und auf eine Spende hab ich keine Lust, also tschüss! Ja wo sind wir denn dann???

Meiner Meinung nach geht sowas nicht!

BlondesJulchen (24)


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Am 20.12.2011 um 18:18:

Ach meinst du die FASI? 

Die versuchen es jedes Mal hier -.- einmal hab ich sie reingelassen und seitdem schmeissen wir sie immer raus. 

Die sind bei mir so beliebt wie die Leute die alten Omas Internet verkaufen wollen -.- 

xXGhostDogXx (30)


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Am 20.12.2011 um 18:18:

Zitat (xXMrDeLuXeXx):

Find ich persönlich nicht O.K. sowas!

Meiner Auffassung nach, sollten die in der Stadt mit na Spendenaktion sowas machen, aber von Haus zu Haus zu gehen ohne den Grund vorher durchzugeben ist definitiv Fail!

Schließlich denkt doch jeder Bürger, wenn die sich durch die Sprechanlage zu erkennen geben, da ist was ernstes am Laufen! Und dann so dreist zu sein und um ne Spende zu betteln?! Denen würd ich einen vorpfeifen ^^.

 

Stell dir mal vor, die machen das noch um einiges öfters und die Bevölkerung gewöhnt sich daran, wie an einen Tür zu Tür Verkäufermenschen (oder wie der jetzt genau heisst) und öffnet dann schon aus Gewohnheit nichtmehr, weil man denkt die geben grad keinen Grund preis und auf eine Spende hab ich keine Lust, also tschüss! Ja wo sind wir denn dann???

Meiner Meinung nach geht sowas nicht!

 

Ist Menschlickeit,nur das moderne Wort für babarei???

A99 (29)


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Am 20.12.2011 um 18:33:

DAs sind "Werber" und haben nichts mit dem "Rettungsdient" zu tun. Diesen Begriff kann man allerdings jeder verwenden, weil er nicht geschützt ist. Auch die Bezeichnung "Rettungssanitäter" ist ebenfalls nicht geschützt, sondern einzig und allein die feststehende Berufsbezeichnung Rettungsassistent ist namentlich geschützt.

 

D.h. wer sich als Rettungsassistent ausgibt, ohne diese Bezeichnung führen zu dürfen macht sich strafbar.

Aber das ist in der Sache völlig egal, denn letztlich sind es nicht die Leute, sondern deren Auftraggeber (Werbefirmen), die  ihren Mitarbeitern derartiges Auftreten abfordern, um Vertäge (Mitgliedschaften) zu schreiben.

Dafür werden diese Werbefirmen von den Auftraggebenden "Hilforganisationen" bezahlt

 

christineeva (40)


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Am 20.12.2011 um 18:51:

Zitat (SanDTiger):

Hallo Forum,

Ich hatte gerade eine Begegnung mit freundlichen Rettungsdienstmitarbeitern, die ich gern mit euch teilen möchte.

In unserem Mehrfamilienhaus mit 8 Mietparteien wohnt - direkt neben mir - eine alte Dame (sie ist über 100!), so dass ich ohnehin als Medizinalfachler immer bereit für den Notfall bin - sie würde am ehesten hier klopfen, ist ja direkt über den Flur. Ich rechne also immer mit dem Schlimmsten, wenn hier irgendwie die RTWs stehen.

Häufiger kommt es vor, dass hier Mitarbeiter des Rettungsdienstes klingeln und ohne Nennung ihres Auftrags (Kundenakquise!) Zutritt zum Haus verlangen. Samstag klingelten draußen zwei Mitarbeiter der Flugrettung. Über die Gegensprechanlage fragte ich, wer da sei, und die Antwort war nur "Rettungsdienst, lassen Sie uns mal rein, bitte!". Anstatt nach dem Auftrag zu fragen, öffne ich ohne Zögern die Haustür - denn es könnte ja ein Notfall mit der alten Dame vorliegen.

Wieder waren es zwei Herren, die um eine Spende bitten wollten.

Ich finde dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar. Logisch, die machen einen harten Job und haben große Probleme, die Kosten zu decken - das ist leider eine Tatsache im gegenwärtigen Gesundheitssystem in Deutschland.

Trotzdem suggeriert das besagte Auftreten einen nicht vorhandenen Notfall. Soll ich als Otto Normalbürger jetzt davon ausgehen, dass immer, wenn der RD bei uns klingelt, ich nach dem Auftrag fragen muss? Das kann im entscheidenden Moment wichtige Sekunden kosten. Gerade bei Schlaganfällen zählt doch jeder Moment!

Wie denkt ihr darüber? Vielleicht können sich auch die hiesigen Rettungsassistenten /-sanis zu Wort melden...

Also bei uns wurden die Patienten von unserem Pflegedienst gewarnt, ich glaube da waren Männer vom ASB ( oder hatten sich als solche ausgegeben) unterwegs, die hatten aber keinen Sammlerausweis. Seriöse Sammler haben sowas IMMER !

-------------------- Nachträglich editiert von christineeva am 20.12.2011 18:54

-------------------- Nachträglich editiert von christineeva am 20.12.2011 18:54

renaba (65)


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Am 20.12.2011 um 21:28:

Zitat (SanDTiger):

Hallo Forum,

Ich hatte gerade eine Begegnung mit freundlichen Rettungsdienstmitarbeitern, die ich gern mit euch teilen möchte.

In unserem Mehrfamilienhaus mit 8 Mietparteien wohnt - direkt neben mir - eine alte Dame (sie ist über 100!), so dass ich ohnehin als Medizinalfachler immer bereit für den Notfall bin - sie würde am ehesten hier klopfen, ist ja direkt über den Flur. Ich rechne also immer mit dem Schlimmsten, wenn hier irgendwie die RTWs stehen.

Häufiger kommt es vor, dass hier Mitarbeiter des Rettungsdienstes klingeln und ohne Nennung ihres Auftrags (Kundenakquise!) Zutritt zum Haus verlangen. Samstag klingelten draußen zwei Mitarbeiter der Flugrettung. Über die Gegensprechanlage fragte ich, wer da sei, und die Antwort war nur "Rettungsdienst, lassen Sie uns mal rein, bitte!". Anstatt nach dem Auftrag zu fragen, öffne ich ohne Zögern die Haustür - denn es könnte ja ein Notfall mit der alten Dame vorliegen.

Wieder waren es zwei Herren, die um eine Spende bitten wollten.

Ich finde dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar. Logisch, die machen einen harten Job und haben große Probleme, die Kosten zu decken - das ist leider eine Tatsache im gegenwärtigen Gesundheitssystem in Deutschland.

Trotzdem suggeriert das besagte Auftreten einen nicht vorhandenen Notfall. Soll ich als Otto Normalbürger jetzt davon ausgehen, dass immer, wenn der RD bei uns klingelt, ich nach dem Auftrag fragen muss? Das kann im entscheidenden Moment wichtige Sekunden kosten. Gerade bei Schlaganfällen zählt doch jeder Moment!

Wie denkt ihr darüber? Vielleicht können sich auch die hiesigen Rettungsassistenten /-sanis zu Wort melden...

genau das ist mir auch schon ein paar mal passiert,bei mir wohnt auch eine alte Dame die auch schon ein paar mal gefallen ist.

Und immer wenn die klingeln denke ich ihr ist wieder etwas passiert.

MrsBandwurm (25)


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Am 20.12.2011 um 22:00:

Wie von A99 schon erwähnt, dass sind keine Sanis etc.

Alles selbstständige Handelsvertreter, die das auf Provisionsbasis machen.

Hab das zeitweise auch gemacht

Der Spruch mit dem "Rettungsdienst, bitte aufmachen", zieht halt immer am besten

Das Gegenteil von Chaos ist nicht Ordnung, sondern Stillstand!



DC (29)


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Am 20.12.2011 um 22:05:

Das ist unmöglich. Die suggerieren damit bewußt, daß sie einem Notfall nachgehen, sie sollten in solchen Fällen schon an der Spreche sagen, daß sie Spenden haben wollen - so würd ich denen nix geben (ich hab aber auch keinen Laberkasten...).

There´s only one fatale disease, I´ve concluded. It´s called hypochondria. And it´s deadly. (K. Richards)

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