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Das Web verändert unser Gehirn

GeschäftsMann
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Am 08.10.2010 um 02:13:

 

Das Web verändert unser Gehirn.

 

 

Das Internet hinterlässt Spuren in der Struktur unseres Gehirns!

Der amerikanische Bestsellerautor Nicholas Carr behauptet in seinem neuen Buch, dass schon eine Stunde online surfen pro Tag ausreicht, um Veränderungen in unserem Gehirn hervorzurufen. Das zeigten neue Studien, so der amerikanische Wissenschaftsjournalist im Buch „Wer bin ich, wenn ich online bin... und was macht mein Gehirn so lange?"

Antworten darauf, welche Auswirkung der Gebrauch des Internets auf unser Hirn hat, will Carr nun gefunden haben. Immerhin verbringt jeder Deutsche im täglich Schnitt zweieinhalb Stunden online.

Was passiert, wenn wir im Netz shoppen, Texte lesen, googlen und uns von Webadresse zu Webadresse durch das Netz treiben lassen?

Die These des Journalisten: Wenn wir uns im Internet bewegen, verwenden wir einen Großteil unserer geistigen Energie darauf, das Netz selbst zu verstehen und zu beherrschen. Anders als beim Buch- oder Zeitungslesen, machen wir uns so um die Inhalte selbst immer weniger Gedanken. Es gehe zunehmend darum, die Technik zu durchblicken und nicht die Inhalte.

Seine Folgerung: „Im Internetzeitalter lesen wir oberflächlicher, lernen schlechter, erinnern uns schwächer. Von den Anpassungsleistungen unseres Gehirns profitieren nicht wir, sondern die Konzerne, die mit Klickzahlen Kasse machen.“

Gehirnforscher wissen, dass sich das Gehirn das ganze Leben über an seine Umgebung anpasst. "Die Veränderungen im Denkprozess wirken sich auf die Zellstrukturen im Gehirn aus", sagte Carr dem Magazin „Der Spiegel“ in einem Interview.

Wer sich viel mit auf dem Computer angezeigten Webseiten beschäftigt, stärke auf der einen Seite seine visuellen Fähigkeiten, vernachlässige aber die Fähigkeit sich länger auf einen Text zu konzentrieren, beschreibt Carr die Auswirkungen des Netzes.

„Der Computer ist so sehr unser Diener, dass es fast schon kleinlich erschiene zu bemerken, dass er gleichzeitig auch unser Herr ist", schreibt Carr im Prolog seines Buches.

Nicht nur dass sich viele seiner Gewohnheiten veränderten, je mehr er sich an Webseiten und Webdienste gewöhnte und von ihnen abhängig wurde. Nein, auch die grundlegende Funktionsweise seines Gehirns schien sich zu verändern, berichtet Carr. "Damals begann ich mir auch um meine Fähigkeit Sorgen zu machen, mich länger als ein paar Minuten auf eine Sache zu konzentrieren."

Wie viel Herrschaft das Leben man an die Computer abgeben will, kann man zum Glück selbst entscheiden – per Ausschalt-Knopf.

Zum Autor: Nicholas Carr (geboren 1959) studierte englische und amerikanische Literatur an der Harvard University. Er arbeitete unter anderem für das „New York Time Magazine“ und „Die Zeit“. Zuletzt erwarb er sich mit dem Artikel „Is Google Making Us Stupid?“ (Macht uns Google dumm?) den Ruf eines der provokantesten Schreiber zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel durch das Internet. Sein Buch „Wer bin ich, wenn ich online bin...: und was macht mein Gehirn solange? Wie das Internet unser Denken verändert" kostet 19,95 Euro (Karl Blessing Verlag).

 

 

 

WWW.BILD.DE

 

 

-------------------- Nachträglich editiert von ViPxGo0liver am 08.10.2010 02:14

au (40)


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Am 07.01.2011 um 10:09:

Zitat (GeschäftsMann):

 

Die These des Journalisten: Wenn wir uns im Internet bewegen, verwenden wir einen Großteil unserer geistigen Energie darauf, das Netz selbst zu verstehen und zu beherrschen. Anders als beim Buch- oder Zeitungslesen, machen wir uns so um die Inhalte selbst immer weniger Gedanken. Es gehe zunehmend darum, die Technik zu durchblicken und nicht die Inhalte.

 

 

das sehe ich anders. sobald man es kann, kann mans. wie auto fahren oder schwimmen: solange man es lernt, is die konzentration auf das "wie geht das" fixiert. sobald man es kann, liegt die aufmerksamkeit dann beim "inhaltlichen"

q. e. d.

MrJohnSinclair (29)


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Am 07.01.2011 um 10:14:

Durch das Internet werden die Leute höchstens immer blöder ^^

..so geht das! - Philip Maloney

au (40)


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Am 07.01.2011 um 18:57:

Zitat (DrummerOfTheYear):

Durch das Internet werden die Leute höchstens immer blöder ^^

 

eeeeeeeeecht?

is mir noch gar nicht bemerkt

q. e. d.

NoAddOns
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Am 25.12.2011 um 20:15:

Zitat:

Wer sich viel mit auf dem Computer angezeigten Webseiten beschäftigt, stärke auf der einen Seite seine visuellen Fähigkeiten, vernachlässige aber die Fähigkeit sich länger auf einen Text zu konzentrieren, beschreibt Carr die Auswirkungen des Netzes.

Wahrscheinlich sind das schon die ersten Auswirkungen.Ich habe den Ausgangspost, welcher für mich mit Bullshit gleichzusetzen ist, bis zu der genannten Passage gelesen.Verdammt.Es beginnt zu wirken.

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