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Sexueller Missbrauch! Opfer, Täter und das" Warum" !

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Am 24.02.2011 um 14:27:

Hallo liebe Goo`s,
dies ist das Topic zu meiner Kolumne "Sexueller Missbrauch ! Opfer,Täter und das Warum"

Ich hoffe das es sich der ein oder andere durchliest und einiges verinnerlicht-evtl sogar hinterher ander drüber denkt.

Es soll zum Austausch und für Feedback sein,doch ich bitte euch mit Themen wie "Todesstrafe" usw  in den dazu gehörigen Topics weiter zu machen.

Danke.  

 

 

 

Sexueller Missbrauch!

Opfer,Täter und das "Warum" !

 

Es vergeht kein Tag an dem wir nicht von den Medien präsentiert bekommen, dass wieder jemand Opfer eines Sexualdeliktes wurde. Meist Kinder !

Ich schreib dieses um Einigen mal die Fakten klar darzulegen.

Zu zeigen was wirklich passiert und Einigen die Augen zu öffnen, dass es leider irgendwie Jeden treffen könnte. Ja, wir haben unzählige Topics in denen es um die neusten Fälle, Opfer, Täter, Todesstrafe usw. geht, aber es geht leider an Vielen vorbei - Einige treten das Thema leider gleich ab. Ich hoffe, dass sich Einige die Zeit nehmen und sich das hier durchzulesen! Ich befasse mich seit Jahren mit dem Thema, vor allem bei Kindern.

Ich frage mich jeden Tag auf`s Neue, wie man unsere Gesellschaft noch mehr vor diesen anscheinend Kranken Menschen beschützen kann, vor allem was wir noch tun können, außer unsere Kinder warnen.

Es gibt genug Organisationen die sich mit dem Thema auseinander setzen und Aufklärungsarbeiten leisten, aber anscheinend ist das alles noch zu wenig.

Es gibt sogar Internetplattformen, auf denen sich die Täter über ihre Phantasien austauschen können! Ich finde es krass und dies sollte verboten oder als Anhaltspunkt genommen werden, um sie im Vorfeld schon zu therapieren.

Es werden jährlich ca. 16.000 Strafanzeigen wegen sexuellen Missbrauchs erstattet.

Die Experteneinschätzung ist eine Dunkelziffer von 1 : 20. Damit würden sich 320.000 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch pro Jahr ergeben. Eine Zahl von 300.000 Kindern im Jahr wird auch vom Bundeskriminalamt angegeben. D.h., dass in der Bundesrepublik ca. alle zwei Minuten ein Kind sexuell missbraucht wird. In Deutschland gibt es wenige Erhebungen zu sexuellen Missbrauch an Menschen mit geistiger Behinderung. Experten gehen auf der Grundlage von amerikanischen Studien davon aus, dass hier die Dunkelziffer sogar um ein vielfaches höher ist.

 

Das WARUM?

Missbrauch ist eine Wiederholungstat! Meist erstreckt sich der Missbrauch über Wochen, Monate, Jahre. Missbrauch ist in der Regel geplant, bewusst herbeigeführt und arrangiert. Je enger die Beziehung, desto intensiver sind die sexuellen Handlungen und desto länger dauern sie an. Auch der Druck, psychisch und physisch ist dann stärker. Sexueller Missbrauch ist Machtmissbrauch! 

 

Die Täter

97% der Täter sind Männer, 3 % sind Frauen. Der von Frauen als Täterinnen ausgeübte Missbrauch dürfte aufgrund der noch stärkeren Tabuisierung unterschätzt werden. Nur in etwa 5% der Fälle ist der Täter der fremde böse Mann - Die Täter kommen meist aus der Familie und dem sonstigen nahen Umfeld! Nicht selten werden diese Männer für besonders nett, charmant, engagiert, sozial, für zuverlässige Ehemänner und liebevolle Väter gehalten. Die Täter kennen eine Befürwortung von Gewalt aus dem sozialen Umfeld, haben Erfahrungen in der Kindheit (dominante Mutter; abwesende Väter; Misshandlung; Missbrauch, Erniedrigungen, Chancenlosigkeit = gestörtes soziales System) und einseitige Männlichkeitsvorstellungen (stark, erfolgreich, mutig, die Welt erobernd = überlegen). 

 

Die Opfer

Unterschiedlich sind auch die Auswirkungen sexueller Gewalt auf das Opfer und seine Familie. Sexueller Missbrauch fügt den betroffenen meist tiefgehende seelische Verletzungen zu. Oft leiden die Opfer ein Leben lang an den Folgen, vor allem, wenn die Gewalt im sozialen Nahraum oder sogar in der eigenen Familie über längere Zeit ausgeübt wird. 

Viele Opfer haben ein vermindertes Selbstwertgefühl und eine gestörte Selbstwahrnehmung. Die ständige Erpressungssituation und der Zwang, das Geheimnis zu wahren, macht sie misstrauisch gegenüber anderen Menschen. Von sexueller Gewalt betroffene Kinder fühlen sich hilflos und ohnmächtig, allein und isoliert. Häufig gelingt es den Opfern nicht, ein normales Sexualverhalten zu entwickeln. 

 

Doch was geschieht danach?

Es gibt verschiedene Arten wie Betroffene damit umgehen, die einen gehen zur Polizei und zeigen den Täter an, machen eine Therapie und versuchen es zu verarbeiten…  die anderen reden nicht darüber und verschließen sich, versichern das irgendwie mit sich selbst auszumachen, geben sich evtl. noch die Schuld an allem.

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass es Sexualstraftäter gibt, die nicht therapierbar sind. Es sollte Aufgabe der Gutachter sein herauszufinden, wer zu diesem Personenkreis gehört. Dieses dürfte allerdings keine leichte Aufgabe sein. Um das herauszufinden, haben die Psychologen und Psychiater, Gutachter und Sexualwissenschaftler einen Katalog entwickelt, nach dem sie versuchen, den jeweiligen Täter einzustufen. In einigen Fällen heißt es dann "Geheilt"-"Stellt keine Gefahr mehr da"- 

Doch wie es wirklich aussieht sehen wir dann wieder in den Medien, wenn wieder z.B. ein Kind von einem angeblich "geheiltem“ Täter missbraucht wird.

 

Es gibt sehr viele Vereine - die vor allem für die Opfer da sind.

Hier ist ein aufgeführter Link mit einigen Adressen und Vereinen:

Klick

 

Ich habe zwar keine Ausbildung in diesem Gebiet, doch in den Jahren sehr viele Informationen, Berichte und persönliche Erfahrungen gesammelt. Aufgrund dieses angeeigneten Wissens würde ich Betroffenen gerne helfen, ein offenes Ohr anbieten und sie an die richtigen Stellen weiterleiten.

Ihnen eine Stütze sein, da viele mit ihrem Problem nicht gleich zu Freunden, Bekannten oder zur Polizei gehen wollen-dies natürlich streng vertraulich! 

Einige werden sich in diesem Text wieder finden, evtl. das Erlebte wird wieder aufgewirbelt, doch es ist wichtig darüber zu sprechen. Wichtig die Täter anzuzeigen, damit sie therapiert werden und niemanden mehr Schaden zufügen können.

Ich könnte noch weitaus mehr dazu schreiben, aber es sollte ja auch einigermaßen übersichtlich sein-weil es ein sehr wichtiges vor alles ernst zu nehmendes Thema ist und uns ALLE etwas angeht! 

Edit Admin: Kolumne verlinkt

 

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Von einem Administrator editiert am 24.02.2011 14:32

Moonlight1978 (40)


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Am 24.02.2011 um 14:47:

Hey, gefällt mir, gut geschrieben!

Was ich nur anmerken möchte: es ist immer wieder auffallend, dass man soviel über die Täter, aber kaum über die Opfer spricht. Es ist schon schade, denn die Opfer sollten mehr in den Vordergrund rücken, nicht die Täter.

Präventation muss her, egal auf welchem Weg. Aber man sollte soviele Kinder und Erwachsene wie möglich aufklären, informieren und schützen!

Du bist blöd, bleibst blöd, warst immer blöd und bekommst ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr! :!

Lunalein (30)


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Am 24.02.2011 um 14:47:

Gutes Thema...und auch gut verfasst..

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Am 24.02.2011 um 14:49:

Zitat (Moonlight1978):

Hey, gefällt mir, gut geschrieben!

Was ich nur anmerken möchte: es ist immer wieder auffallend, dass man soviel über die Täter, aber kaum über die Opfer spricht. Es ist schon schade, denn die Opfer sollten mehr in den Vordergrund rücken, nicht die Täter.

Präventation muss her, egal auf welchem Weg. Aber man sollte soviele Kinder und Erwachsene wie möglich aufklären, informieren und schützen!

 

Das sehe ich auch so,man hört immer nur er bekommt dann so viele jahre und im knast gehts im nicht gut usw..aber was die opfer dann machen wird immer verschwiegen -.-

Scherny
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Am 24.02.2011 um 14:54:

Super Kolumne

oOoGINAoOo
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Am 24.02.2011 um 15:06:

Ich habe mir Deinen Eingangstext durchgelesen und möchte nun auch aus ganz persönlicher Erfahrung etwas dazu sagen.

Als Kind fühlt man sich Ohnmächtig, ja. man ist hin und hergerissen zwischen dem das man den Menschen hasst und liebt, weil er eben direkter Verwanter ist. Weil er eigentlich eine Vertrauensperson ist. Weil man alleine gelassen wird mit diesem Thema. Das gerade in Familien ganz oft totgeschwiegen wird. Man erduldet stillschweigend den Misbrauch um Geschwister vor den selben Übergriffen zu schützen, man schweigt weil man fürchtet das Mutter und Geschwister und man selbst umgebracht wird, eben weil diese Drohung ausgestoßen wurde.

Weil man weiß wozu der Täter fähig ist.

Das die Täter vorwiegend zum allerengsten Verwantenkreis gehören kann ich nur bestätigen. Und ich weiß auch wie lange ich geschwiegen habe. Erst aus Angst um mich selbst und meine Mutter und meine Schwester und später nur noch wegen den Beiden, weil ich da bereits die Flucht aus diesem Haushalt ergriffen hatte. Nichts desto trotz hat dieser mensch weiterhin versucht mich zu nötigen wo er konnte. Immer so das ich es nie beweisen konnte, bis er irgendwann den Fehler machte und mir einen entsprechenden Text kurz vor Weihnachten per SMS schrieb.

Woraufhin meine Mutter sich erst trennte und anschließend die Scheidung einreichte. Die Drohungen die danach kamen waren für mich der Anlass das endlich zur Anzeige bringen zu wollen. Das und die Tatsache das meine Mutter und meine Schwester aus dem direkten Umfeld dieses Menschen raus waren.

Nur das mit Volljährigkeit des Opfers eine zehnjahres Frist anfängt zu laufen, nach der Tatbestand eines Misbrauches dann verjährt ist und somit nicht mehr belangt wird, DAS wusste ich damals noch nicht.

Jetzt schon und dabei kocht mir persönlich die Galle über. Wie kann etwas was das Opfer ein Lebenlang immer wieder einholt für einen Täter verjährt sein?

Unsere Gesetzeslage ist da ist da meiner meinung nach viel zu lasch und schwammig und ungerecht.

Inhaftierte verurteilte Täter, mal davon abgesehen das die Freiheitsstrafen eh viel zu gering sind, werden gesondert inhaftiert weil sie sonst vor Übergriffen der mithäftlinge zu fürchten hätten. Sie werden Therapiert und sozialisiert usw. usw. Nur um sie wieder auf die Bevölkerung los lassen zu können.

Wer hilft den Opfern UNGEFRAGT???????

Als Opfer rennt man von einem Psychologen zum nächsten um bei jedem im Vorgespräch die Hosen runter lassen zu müssen. Mit jedem Vorgespräch ist man wieder in der akuten Opferposition, nur um einen Psychologen zu finden bei dem man sich aufgehoben und verstanden fühlt. Wenn man denn Glück hat und einen findet und nicht mit der Aussage "Ich kann Ihnen nicht helfen. Das was wir erreichen könnten ist das die Erinnerungen nicht mehr unaufgeräumt bilödlich in dem Schrank liegen, sondern geordnet in Schachteln!"

Tolle Hilfestellung. Oder die Aussage auf die Tatsache hin das man zu dem Zeitpunkt wo man sich Hilfe suchen wollte Suizidgefährdet war "Was hält sie denn am Leben?" Ihr Kind? Dann haben Sie doch einen Grund weiter zu machen. Ich kann auch nichts für Sie tun!"

Das was mir persönlich geholfen hat ist, das ich offen damit umgehe, das ich darüber rede, das mein vertrautes Umfeld weiß was passiert ist.

Frei ist dieser Mensch nach wie vor, aber er kennt weder seinen Enkelsohn noch seine Enkeltochter und er kann beten das er mir nicht irgendwann vor die Füsse läuft. Das intelligenteste was er dann machen kann ist an mir vorbei gehen, macht er den Fehler und spricht mich an oder meine Kinder, dann wird er die darauffolgenden Monate wissen was es bedeutet sich Hilflos und Ohnmächtig zu fühlen und was es bedeutet zu leiden. Die Zwei Jahre auf Bewährung wegen Körperverletzung die mir dann blühen, sind nichts im Verhältnis zu dem was ich bis an mein Ende an Erinnerungen mit mir rumtragen muss. Ich war berreits in der Hölle und das dank diesem Menschen mehr als einmal.

Ich bin nur noch Opfer meiner Erinnerungen aber nicht mehr Opfer dieser Person.

 

 

 

Entschuldigt die vielen Fehler aber das Thema wühlt mich halt auf und macht mich wütend.

-------------------- Nachträglich editiert von oOoGINAoOo am 24.02.2011 15:12

nange
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Am 24.02.2011 um 15:09:

Zitat (Scherny):

Super Kolumne


Moonlight1978 (40)


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Am 24.02.2011 um 15:09:

Zitat (Knusperschnitte):

 

 

Das sehe ich auch so,man hört immer nur er bekommt dann so viele jahre und im knast gehts im nicht gut usw..aber was die opfer dann machen wird immer verschwiegen -.-

Gerade der Fall Natascha Kampbusch sollte gezeigt haben, dass man vom Opfer nur hört, wenn es selber an die Öffentlichkeit geht! In diesem Fall hat sie selber ein Buch über ihre Gefangenschaft veröffentlich, jedoch nicht alle Aspekte be/geschrieben. Zum Thema sexueller Missbrauch hat sie geschwiegen, nur mal in Interviews angedeutet, dass durchaus etwas vorgefallen ist!

Bleibt die Frage, wer interessiert sich heute für die junge Frau? Sie ist seit ein paar Jahren in Freiheit, aber wirklich berichtet, nachgefragt wird nicht. Das ist zumindest mein Eindruck!

Du bist blöd, bleibst blöd, warst immer blöd und bekommst ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr! :!

faithful
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Am 24.02.2011 um 15:09:

ich finde das thema sehr wichtig

es kann nicht genung darüber gesprochen werden

es ist an die zeit das jeder einzelner von uns

darüber aufmerksam gemacht wird, denn es passiert überall

 wir sind mitten drin, mit unseren kindern

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Am 24.02.2011 um 15:13:

Zitat (Moonlight1978):

 

Gerade der Fall Natascha Kampbusch sollte gezeigt haben, dass man vom Opfer nur hört, wenn es selber an die Öffentlichkeit geht! In diesem Fall hat sie selber ein Buch über ihre Gefangenschaft veröffentlich, jedoch nicht alle Aspekte be/geschrieben. Zum Thema sexueller Missbrauch hat sie geschwiegen, nur mal in Interviews angedeutet, dass durchaus etwas vorgefallen ist!

Bleibt die Frage, wer interessiert sich heute für die junge Frau? Sie ist seit ein paar Jahren in Freiheit, aber wirklich berichtet, nachgefragt wird nicht. Das ist zumindest mein Eindruck!

 

Ich weiß ja nicht was alles in ihrem buch steht,ich hab es leider noch nicht gelesen...

Moonlight1978 (40)


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Am 24.02.2011 um 15:16:

Zitat (oOoGINAoOo):

Nur das mit Volljährigkeit des Opfers eine zehnjahres Frist anfängt zu laufen, nach der Tatbestand eines Misbrauches dann verjährt ist und somit nicht mehr belangt wird, DAS wusste ich damals noch nicht.

Jetzt schon und dabei kocht mir persönlich die Galle über. Wie kann etwas was das Opfer ein Lebenlang immer wieder einholt für einen Täter verjährt sein?

Unsere Gesetzeslage ist da ist da meiner meinung nach viel zu lasch und schwammig und ungerecht.

Respekt, dass Du dies aus Deinen eigenen Erfahrungen berichtest! Meine Hochachtung!!!

Zum anderen Aspekt: das man nur x Jahre Zeit hat, den Missbrauch und alles drumherum zur Anzeige zu bringen, habe ich leider schon häufioger gehört, zuletzt vergangenen Mittwoch bei "Stern TV", wo einige Damen aus ihrer Vergangenheit berichter haben!

Da bekommt man quasi ein zweites Mal alles vor den Latz geknallt! "Jetzt braucht man schon solange, um das zu verarbeiten und zur Anzeige zu bringen, da ist es verjäht!": Entschuldigung, wie kann der Missbrauch verjähren? Wie kann man so wenig Respekt einem Opfer gegenüber haben, was vermutlich jahrelang eingeschüchtert war und keine Ahnung hatte, was es machen sollte?
Klar, für Außenstehende klingt es unlogisch, man kann diesen Menschen, durch den man missbraucht wurde, einfach anzeigen. Aber die Ängste, die in solch einer Person stecken, wird wohl niemand anderes nachvollziehen können als jemand, der in einer ähnlichen oder gleichen Situation war!

Es gibt definitiv Lücken in unseren Gesetzen, die gerade in Bezug auf Missbrauch mehr als dringend geschlossen und überarbeitet gehören! Ich kann und will niemand vorschreiben müssen, wie viel Zeit er hat, mit seiner Vergangenheit klarzukommen und das Vorgefallene bis Tag X anzuzeigen!

Du bist blöd, bleibst blöd, warst immer blöd und bekommst ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr! :!

oOoGINAoOo
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Am 24.02.2011 um 15:21:

Zitat (Moonlight1978):

 

Respekt, dass Du dies aus Deinen eigenen Erfahrungen berichtest! Meine Hochachtung!!!

Zum anderen Aspekt: das man nur x Jahre Zeit hat, den Missbrauch und alles drumherum zur Anzeige zu bringen, habe ich leider schon häufioger gehört, zuletzt vergangenen Mittwoch bei "Stern TV", wo einige Damen aus ihrer Vergangenheit berichter haben!

Da bekommt man quasi ein zweites Mal alles vor den Latz geknallt! "Jetzt braucht man schon solange, um das zu verarbeiten und zur Anzeige zu bringen, da ist es verjäht!": Entschuldigung, wie kann der Missbrauch verjähren? Wie kann man so wenig Respekt einem Opfer gegenüber haben, was vermutlich jahrelang eingeschüchtert war und keine Ahnung hatte, was es machen sollte?
Klar, für Außenstehende klingt es unlogisch, man kann diesen Menschen, durch den man missbraucht wurde, einfach anzeigen. Aber die Ängste, die in solch einer Person stecken, wird wohl niemand anderes nachvollziehen können als jemand, der in einer ähnlichen oder gleichen Situation war!

Es gibt definitiv Lücken in unseren Gesetzen, die gerade in Bezug auf Missbrauch mehr als dringend geschlossen und überarbeitet gehören! Ich kann und will niemand vorschreiben müssen, wie viel Zeit er hat, mit seiner Vergangenheit klarzukommen und das Vorgefallene bis Tag X anzuzeigen!

 

Den Bericht in SternTV habe ich auch mit meinem Freund zusammen gesehen. Wie die Nacht daraufhin war möchte ich lieber nicht wieder geben.

Nichts desto trotz hat die Frau dort von dem selbsthilfeverein etwas ganz ganz wichtiges gesagt.

Opfer sollten offen damit umgehen und laut werden, denn nur DANN ändert sich auf lange Sicht auch etwas an der Gesetzgebung.

Und Wir müssen uns nicht schämen, wir haben nichts verkehrt gemacht!

Moonlight1978 (40)


Themen: 445
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Am 24.02.2011 um 15:22:

Zitat (Knusperschnitte):

 

 

Ich weiß ja nicht was alles in ihrem buch steht,ich hab es leider noch nicht gelesen...

Komplett gelesen hab ich es auch nicht, aber viele Ausschnitte. Dazu noch viele Kritiken und alles drumherum. Ist schon heftig, wenngleich das Buch nicht so ist, wie alle erwartet hatten. Sie hat nichts ausgeschlachtet.

Du bist blöd, bleibst blöd, warst immer blöd und bekommst ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr! :!

Arwen73
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Am 24.02.2011 um 15:23:

Super Kolumne!

Und Hut ab, für den Mut, den einige haben hier ihre Erfahrungen zu posten!

Ein Thema, was uns alle angehen sollte.

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Am 24.02.2011 um 15:28:

Zitat (oOoGINAoOo):

 

 

Den Bericht in SternTV habe ich auch mit meinem Freund zusammen gesehen. Wie die Nacht daraufhin war möchte ich lieber nicht wieder geben.

Nichts desto trotz hat die Frau dort von dem selbsthilfeverein etwas ganz ganz wichtiges gesagt.

Opfer sollten offen damit umgehen und laut werden, denn nur DANN ändert sich auf lange Sicht auch etwas an der Gesetzgebung.

Und Wir müssen uns nicht schämen, wir haben nichts verkehrt gemacht!

 

dem muss sich recht geben dennoch habe ich in den jahren bemerkt das freunde,bekannte und verwandte sich dennoch anders den opfern gegenüber verhalten und das is meist das was viele nicht wollen

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